(Fast) alles über dein Riehl

Riehl – ein liebenswerter Stadtteil von Köln

Sind Sie neu nach Riehl gezogen und kennen sich noch nicht aus? Hier ein paar - hoffentlich interessante - Informationen zu unserem Veedel, die auch vielleicht für alte Riehler von Interesse sind.

Geschichte
Im Laufe seiner langer Geschichte seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 972 wurde Riehl immer kleiner. Durch die Kölner Stadterweiterung von 1883 ging das Gelände von der Kölner Stadtmauer bis zur heutigen Elsa-Brändström-Straße verloren. 1888 wurde Riehl zusammen mit vielen weiteren Vororten nach Köln eingemeindet und 1954 gingen weitere Teile von Riehl an die Neustadt Nord über. Hierzu gehörte das Gelände bis zur Frohngasse. Im Norden wurden einige Bereiche Niehl zugeschlagen. Seine heutige Größe schuf die kommunale Gebietsreform von 1975. Nun verläuft die Grenze vom Rhein über die Frohngasse, An der Flora, über die Amsterdamer Straße und weiter dann im Verlauf der Gürtelbahn wieder bis zum Rhein. In diesem Gebiet leben heute ca. 11 000 Einwohner.

Lage
Auch wenn sich Köln immer mehr Gelände von Riehl einverleibte, so lebt Riehl von der Nähe zum Zentrum. Für viele Kölner ist der Stadtteil mit Zoo, Flora, Rheinaue und Rheinufer ein Erholungsgebiet. Für die Riehler ist die Nähe zu den Einkaufsmöglichkeiten, Bildungsangeboten und kulturellen Veranstaltungen in Köln ein Gewinn. Durch die vielen Straßenbahnlinien, Hauptverkehrsstraßen, Mülheimer- und Zoo-Brücke besteht eine sehr günstige Verkehrsanbindung in die Innenstadt von Köln, aber auch ins Umland.

Bevölkerung
Riehl ist für die ca. 11 000 Einwohner, von denen viele einen Migrationshintergrund haben, ein gediegener Wohnort mit Siedlungsbauten, Mehrfamilienhäusern und gehobenen Wohngegenden im Villenviertel in der Nähe der Flora.

Sehenswürdigkeiten
Die 1932 von dem Architekten Dominikus Böhm errichtete katholische Kirche St. Engelbert am Riehler Gürtel ist fraglos die Sehenswürdigkeit in Riehl, da der Baustil für die damalige Zeit bahnbrechend war. Im Volksmund wird sie liebevoll als „Zitronenpresse“ bezeichnet.
Die noch vorhandenen Bauten der großen Kasernenanlagen Barbarastraße und Boltensternstraße erinnern an den Garnisonsort Riehl vor und bis zum ersten Weltkrieg.
Nicht vergessen werden darf die 1957 anlässlich der Bundesgartenschau errichtete Rheinseilbahn zwischen dem rechtsrheinischen Rheinpark und Riehl als Publikumsmagnet.


Einkaufsangebote
Zwischen dem Riehler Plätzchen und der Hittorfstraße befindet sich auf der Stammheimer Straße seit fast 100 Jahren die beliebte Einkaufsmeile von Riehl. Ständig haben sich die Geschäftsleute den veränderten Bedürfnissen der Riehler Bürger angepasst und dieses Straßenstück mit Leben erfüllt. Weitere Geschäfte sind im Riehler Tal und in der Naumann-Siedlung zu finden. Für viele Riehler sind aber auch der Discounter und weitere Geschäfte im Gewerbehof Barbarastraße eine wichtige Einkaufsquelle.

Bildung
Auch wenn Riehl keine weiterführende Schule hat, so haben doch die vorhandenen Bildungseinrichtungen eine lange Tradition. Seit 1889 besteht das Schulgebäude in der Stammheimer Straße, das nun die Montessori-Schule beherbergt. Die Schule Garthestraße gibt es seit 1903 und das Schulgebäude Brehmstraße beherbergt die „Förderschule Sprache“.
Neben diesen allgemeinbildenden Schulen gibt es aber noch die Fachausbildung in der Altenpflege im Seniorenzentrum Riehl und in der Kinderkrankenpflege im Krankenhaus Amsterdamer Straße.
Das Zirkus- und Artistikzentrum Köln befindet sich im ehemaligen Schwimmbad, An der Schanz 6.


Soziale Angebote
Sozialeinrichtungen haben das Image von Riehl geprägt, nachdem 1927 die ehemaligen Kasernen an der Boltensternstraße in die „Riehler Heimstätten“ umgewandelt wurden. Bis heute passt sich diese Einrichtung den veränderten baulichen und betreuerischen Bedürfnissen alter und behinderter Menschen an und zeichnet nun unter dem Namen „Städtisches Senioren- und Behindertenzentrum Riehl“.
Das Immanuel-Küpper-Stift mit seinem Angebot für Kinder und Jugendliche ist in Köln sehr bekannt. Auch hier finden Umstrukturierungen an veränderte Erfordernisse statt.
Weltweit ist dagegen die Jugendherberge, An der Schanz 14, nicht nur bekannt, sondern auch als Tagungsstätte begehrt.


Arbeitgeber
Riehl ist nicht nur als Wohnort in Köln beliebt, sondern bietet auch eine Vielzahl von Arbeitsplätzen für die Riehler und Kölner. Die Zentrale der Deutschen Eisenbahnversicherung (DEVK) an der Riehler Straße beschäftigt 1600 Mitarbeiter. Im Bundesverwaltungsamt an der Barbarastraße arbeiten 800 Verwaltungsangestellte und im Seniorenzentrum Riehl sind 600 Pflegekräfte und sonstige Beschäftigte tätig.
Daneben bieten kleinere Unternehmen wie Geschäfte, Dienstleister und Werkstätten eine Vielzahl von Arbeitsstellen.


Gastronomie
Ausgehen in Riehl hat nicht nur in den beliebten „Eckkneipen“ wie z. B. dem „Riehler Hof“ oder „Körner's“ seinen Reiz, man kann auch die italienische Küche im „La Spendula“, Stammheimer Straße 101, genießen oder bürgerlich im „Colonia Brauhaus“, An der Schanz 2, essen. Gut bewirtet wird man auch in der Zoogastronomie oder im „Dank Augusta“ in der Flora.

Erholungsangebote
Wie bereits angedeutet bietet Riehl für alle Kölner und das Umland interessante Erholungsangebote. Der Zoo seit 1860 und die Flora seit 1864 sind überaus beliebte Ausflugsziele, nicht nur an Sonntagen und nicht nur für Schulklassen.
Bei den Riehlern sind zudem die beiden Schrebergartenkolonien an der Amsterdamer Straße und an der Boltensternstraße stark nachgefragt.
Die Rheinaue und die Rheinwiesen laden zum Spaziergang und zum Sonnen ein.

Unser Wunsch
Leben Sie sich gut in Riehl ein und genießen Sie das besondere Flair dieses Stadtteils.

Joachim Brokmeier
6. Februar 2014