(Fast) alles über dein Riehl

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rund um das Veedel!

Historische Daten von Riehl hier jeden Monat neu
ausgewählt von Joachim Brokmeier
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joachim.brokmeier@t-online.de

Dezember 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Stephanuskirche

Einweihung der Stephanuskirche
Am 12.12.1965 erfolgte die feierliche Einweihung der evangelischen Stephanuskirche in der Brehmstraße, die von dem Architektenehepaar Winter-Bracher entworfen wurde. Das markante Fenster schuf Lothar Quinte. Gleichzeitig wurden auch das Gemeindezentrum, der Kindergarten und das Jugendzentrum Paul-Schneider-Haus eröffnet.

Einweihung des Kindergartens Hermann-Josef-Haus
Der bekannte Kölner Architekt Gottfried Böhm entwarf das Gemeindezentrum Hermann Josep
h in der Rotterdamer Straße, das am 15.12.1974 eingeweiht und ab 1975 auch als Kindergarten genutzt wurde. Das Gebäude fand durch seine eigenwillige Betonfassade und Farbgestaltung nicht bei allen Riehlern Gefallen. Ab 2001 stand das Haus wegen Baufälligkeit jahrelang leer und musste 2007 abgebrochen werden.

Silvesterpredigt von Kardinal Frings
Am 31.12.1946 predigte Kardinal Frings, der mit Pfarrer Jakob Clemens von St. Engelbert befreundet war, in der berühmten Kirche des Architekten Dominikus Böhm. In seiner Ansprache teilte er den Gläubigen mit, dass es gestattet sei, Sachen, die man zum Überleben brauche, an sich zu nehmen, wenn man sie durch Arbeit oder Bitten nicht erlangen kann. Für dieses illegale „Besorgen“ prägten die Kölner das Wort „fringsen“.

November 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Straßenschild Lennéplatz

Umbenennung der Lennéstraße
Am 15.11.1999 wurde die Lennéstraße in Lennéplatz umbenannt. Ursprünglich verlief die Straße von der Riehler Straße am Zooeingang zum Eingang der Flora am Alten Stammheimer Weg. Nun wurde 1999 die gesamte Platzfläche bis zur Frohngasse einbezogen. Der Straßenname erinnert an den Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné (1789 bis 1866), der auch die Gartenanlage der Flora gestaltete.

Die Grundsteinlegung des Colonia-Hauses
Am 24.11.1970 erfolgte die Grundsteinlegung für das damals höchste Wohnhaus in Europa mit 45 Etagen und 155 Metern Höhe für ca. 1000 Bewohner am Rheinufer in Riehl. Der Schriftzug des Hauseigentümers über dem Eingang und ursprünglich auch am Dachgeschoss (heute AXA) gab dem Haus den Namen „Colonia-Haus“, obwohl der Name schon seit Jahren für das Haus Aachener Str. 5 (Millowitsch-Theater) vergeben war.

Eröffnung der Altenbücherei in den Riehler Heimstätten
Büchereien haben in den Riehler Heimstätten (heute SBK – Riehl) eine lange Tradition. Ursprünglich lag die Ausleihbücherei, die von Bewohnern betreut wurde, im Erdgeschoss des Hauses M. Im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Klubhauses sollte die Vergabe professionalisiert werden und die Stadtbücherei eröffnete hier am 2.11.1964 eine Zweigstelle als „Altenbücherei“, die insbesondere durch Großdruckbücher auf die besonderen Bedürfnisse von Senioren eingehen wollte. Im Zusammenhang mit einer Kostenüberprüfung öffentlicher Ausgaben wurde dieses Angebot wieder eingestellt und nun werden wie früher wieder von engagierten Bewohnern die Leser mit gespendeten Büchern versorgt.

Oktober 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Die Schlacht bei Gravelotte

Die Schlacht bei Gravelotte
Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 fand am 18.8.1870 die Schlacht bei Gravelotte statt, bei der die französischen Truppen bis Metz zurückgedrängt wurden. Diese verlustreiche Schlacht, in der allein 20 000 deutsche Soldaten verwundet oder getötet wurden, wurde in der Gaststätte Kurfürstengarten an der Frohngasse im „Panorama-International“ bildlich dargestellt. Die vielbesuchte Ausstellung wurde am 2.10.1910 eröffnet.

Die Straßennamen in der Naumann-Siedlung
Am 18.10.1928 erhielten die Straßen in der Naumannsiedlung ihre Namen. Die Ehrenbergstraße wurde nach dem Naturforscher Christian Gottfried Ehrenberg (1795–1876) benannt, die Goldfußstraße erinnert an den Zoologen Georg August Goldfuß, der von 1782 bis 1848 lebte. Die Naumannstraße bezog sich auf den Vogelforscher Johann Friedrich Naumann (1780–1857).

Evakuierung der Bewohner der Riehler Heimstätten
Nachdem das linke Rheinufer als Kampfgebiet erklärt worden war, musste Riehl im Oktober 1944 von der Zivilbevölkerung geräumt werden. Das betraf auch die noch verbliebenen Bewohner der Riehler Heimstätten. Diese fanden Unterkunft im ehemaligen Kloster Altenberg, in Dassel und Markoldendorf.

September 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Fachausstellung für das Gastwirtsgewerbe

Ausstellung für das Gastwirtsgewerbe
Vom 15.9. bis zum 7. 10. 1906 fand auf dem „Festplatz vor dem Riehler Thor“ die allgemeine „Fachausstellung für das Gastwirtsgewerbe“ statt, bei der auch Hotelzimmer gezeigt wurden und ein Kochkunstwettbewerb stattfand. Das Gebäude planten die Architekten Gebr. Schauppmeyer.

Die holländische Liqueurstube brannte ab
Im Amerikanischen Vergnügungspark an der Riehler Straße befand sich auch eine „Holländische Liqueurstube“. Da alle Gebäude auf diesem Platz wegen der Rayonbestimmungen aus Holz errichtet wurden, war die Brandgefahr besonders hoch. So passierte es, dass die Stube am 26.9.1913 in Flammen aufging und nicht mehr gerettet werden konnte. Viele Nachbargebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Café Alsen in der Stammheimer Straße wird eröffnet
Eine lange Café-Tradition in Riehl lebte wieder auf. Nachdem es lange in Riehl kein Café mehr gegeben hatte, eröffnete Frank Alsen am 28.9.2011 ein kleines Café in der Stammheimer Str. 102 mit ca. 30 Plätzchen und einer nett gestalteten Außengastronomie. Schnell fand das Café, das auch herzhafte und vegane Kost anbietet, in Riehl sein festes Publikum.

August 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Anlieferung der Glocken 1931

Drei Glocken der St. Engelbert-Kirche wurden eingeschmolzen
Im August 1942 wurden drei der Glocken der St. Engelbert-Kirche zerschlagen und aus kriegswirtschaftlichen Gründen abtransportiert. Die Glocken waren 1931 aufgehängt worden und läuteten am 13.11.1931 zum ersten Mal. Nach der Zerstörung des Geläuts sollte es bis zum Jahr 1960 dauern, bis die Glocken wieder vollzählig im Turm waren.

Der Monheimer Hof schließt
Am 4.8.2012 schloss die beliebte Gaststätte Monheimer Hof an der Riehler Str. 231 endgültig ihre Türen. Es war damals das älteste Gasthaus in Riehl und blickte auf eine mehr als 140-jährige Geschichte zurück. Ein Nachfolger für den Pächter war nicht zu finden. Ein Investor kaufte das Haus, riss es ab und baute hier ein Wohn- und Geschäftshaus, das im März 2016 bezogen wurde.

Sechs-Stunden-Schwimmen auf der Wasserrutschbahn im AVP
Eine der beliebtesten Attraktionen im 1909 eröffneten Amerikanischen Vergnügungspark an der Riehler Straße war neben der Gebirgsbahn sicherlich die Wasserrutsche. Der Veranstalter dachte sich für den 21.8.1912 etwas Besonderes aus: Ein „Sechs-Stunden-Schwimmen“ wurde in dieser Kirmesattraktion durchgeführt. Wer so lange in dem abgestandenen Wasser ausgehalten hat, ist leider nicht überliefert.

Juli 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte

 
Versorgungsärztliche Untersuchungsstelle

Das Versorgungsamt Köln
Am 13.7.1956 - elf Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg - wurde die Versorgungsärztliche Untersuchungsstelle an der Boltensternstraße eingerichtet. Hier konnten die Kriegsversehrten untersucht, mit Gutachten und orthopädischen Hilfsmitteln versorgt werden. Am 8.6.1976 wurde diese Stelle geschlossen, weil die Aufgaben anderweitig erledigt werden konnten.

Der Nordbahnhof der Kölner Straßenbahnen
Die Kölner Straßenbahnen übernahmen 1900 das Straßenbahndepot an der Riehler Str. 200. Der ursprünglich durch Pferdebahnen genutzte Bahnhof wurde 1904 für die elektrischen Bahnen umgerüstet. 1925 erfolgte dann ein weiterer Umbau für die neuen Omnibusse. Der Nordbahnhof wurde im Krieg nicht sehr stark beschädigt, war aber für die vielen benötigten Busse zu klein und wurde am 8.7.1956 geschlossen. Der neue Busbahnhof öffnete an der Friedrich-Karl-Straße seine Tore.

Riehler Heimstätten nach dem Zweiten Weltkrieg
40 % der Gebäude der Riehler Heimstätten waren zerstört, die Wohnungen geplündert und teilweise fehlbelegt. Wasser-, Strom- und Fernwärmeversorgung waren zusammengebrochen. Bereits 2 Monate nach Kriegsende konnten im Juli 1945 wieder 200 Wohnmöglichkeiten geschaffen werden. So begann die Wiederbelegung der Riehler Heimstätten unter widrigen Bedingungen.

Juni 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Rheinischer Steherpreis 1907

Der Rheinische Steherpreis auf der Riehler Radrennbahn
Am 16.6.1907 gewann Leon Vanderstuyft (1890-1964) mit 17 Jahren den großen Rheinischen Steherpreis auf der Riehler Radrennbahn. Ihm stand noch eine große Zeit bevor. Neben vielen Preisen gewann er 1928 auf einer Radrennbahn bei Paris den Bahnrekord mit 122 km in der Stunde, der viele Jahre gehalten hat.

Das Ende der Mülheimer Schiffbrücke
1888 wurde die Schiffbrücke zwischen Mülheim und Riehl eingeweiht. Durch den erhöhten Schiffsverkehr war die Brücke den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Zu oft musste sie ausgefahren werden, so dass der Fußgänger- und Fahrzeugverkehr beim Überqueren des Rheins zum Erliegen kam. Am 20.6.1927 wurde der Betrieb der Brücke eingestellt und der Bau der neuen Hängebrücke konnte zügig fortgesetzt werden.

Eine neue Lok auf dem Zoospielplatz
Auf dem Spielplatz im Zoo, wo bis 1999 eine alte Lok als Spielgerät gestanden hatte, sollte laut Zeitungsbericht am 26.6.2010 wieder eine Lokomotive mit großer Parade vom Betriebshof zum Spielplatz gebracht und dort für drei Monate aufgestellt werden. Danach sollte sie wieder in die Eifel zurückgebracht werden.


Mai 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Wappen der Schützenbruderschaft

36 Jahre Schützenbruderschaft in Riehl im Jahr 1987
Vom 9. bis 11. Mai 1987 feierten die Riehler Schützen ihr 36-jähriges Bestehen. Am 6.1.1952 gründeten 19 Personen die „Jan von Werth Schützenbruderschaft Köln Riehl“. Erst am 16.3.1953 bekam die Bruderschaft den bis heute gültigen Namen „St. Engelbertus Schützenbruderschaft Köln Riehl e.V.“.
Zur Zeit hat der Verein 23 aktive Mitglieder, 5 Ehrenmitglieder und 102 Förderer.

Eine Kriegs-Luftfahrt-Ausstellung
Kurz vor Kriegsende am 5. Mai 1918 wurde in der Gaststätte Riehler Haus (wo sich heute der Kiosk vor dem Zoo befindet) eine „Kriegs-Luftfahrt-Ausstellung“ eröffnet. Die Flugzeugschau sollte die Entwicklung des Flugwesens zeigen, die durch die Kriegseinsätze deutliche Fortschritte machte. Diese Ausstellung fand bei der Bevölkerung großen Anklang. Allein am 9.5.1918 (Himmelfahrt) wurden 18 200 Besucher gezählt.

Eine Demonstration der Sozialdemokraten
Die Sozialdemokraten riefen am Sonntag, den 3. Mai 1891, zu Gunsten eines 8-Stunden-Tages zu einer Demonstration auf. Zum Zug durch die Stadt bis zum Zoo trafen sich 2 200 Person
en, die teilweise rote Abzeichen trugen. Es kam zu keinen Ausschreitungen.

April 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Kriegszerstörte St. Engelbert-Kirche

Bombenschäden an der St. Engelbert-Kirche
Erneut wurde am 21.4.1944 die St. Engelbert-Kirche - diesmal von einer schweren Luftmine - getroffen. Die hintere Chorwand wurde herausgerissen und auch das Fundament war betroffen. Der Pfarrsaal, die Sakristei, die Bücherei und das Gruppenzimmer wurden zerstört. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich 400 Menschen im Luftschutzraum unter der Kirche. Aber dieser Raum hielt stand.

Die Straßenbahnlinie über die Stammheimer Straße
Die englische Besatzungsmacht forderte zur besseren Anbindung Riehls die Fortführung der Straßenbahnlinie 14 über die Stammheimer Straße bis zum Riehler Gürtel. Die Strecke war eingleisig und wurde durch eine Stabübergabe durch die Fahrer gesichert. Die Strecke wurde am 20.4.1924 in Betrieb genommen und zum 4.1.1954 still gelegt.

Die freiwillige Feuerwehr Riehl wird aufgelöst

Am 24.5.1877 wurde die freiwillige Feuerwehr Riehl gegründet und konnte am 1.8.1902 ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Das Feuerlöschgerätehaus befand sich in der Riehler Str. 202 im Bereich der damaligen Industrieansiedlung. Durch den weiteren Ausbau der Berufsfeuerwehr der Stadt Köln nach dem Ersten Weltkrieg konnte am 1.4.1920 die freiwillige Feuerwache Riehl geschlo
ssen werden.


März 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


100 Jahre Pionier-Bataillon Nr. 7

100 Jahre Pionier-Bataillon Nr. 7
Am 27.3.1916 feierte das Westfälische Pionier-Bataillon Nr. 7 sein 100-jähriges Bestehen. Bevor es am 1.4.1909 in die neuen Kasernen an der Boltensternstraße einzog, waren die Soldaten bereits seit 1833 in Köln stationiert, zuletzt ab 1859 in den Kasematten in Deutz. Die abgebildete Ansichtskarte sollte nicht nur eine Erinnerung an dieses Ereignis sein. Der Erlös aus dem Kartenverkauf kam den Hinterbliebenen gefallener Unteroffiziere und Mannschaften zugute.

Der KKHT erhält ein neues Klubheim
Weil der Kölner Klub für Hockey- und Tennissport wegen des Baus der Mülheimer Brücke und seiner Zufahrtsstraßen nördlich der heutigen Brücke verlegt werden musste, wurde am 28.3.1931 der Grundstein für ein neues Klubheim gelegt, „in dem manch schönes Fest veranstaltet wurde“. Zu Beginn des Krieges wurde auf dem Dach des Gebäudes eine Flakstellung aufgebaut und 1944 wurde das Klubheim bei einem Bombenangriff zerstört.

Die Amerikaner ziehen in Riehl ein
Nachdem die amerikanischen Soldaten am 6.3.1945 Köln erreicht hatten, zogen sie bereits am 7.3.1945 in Riehl ein. Damit waren aber die Kriegsschrecken für die Riehler noch nicht vorbei, da dieser Stadtteil im Schussbereich der deutschen Artillerie auf der rechten Rheinseite lag. Aus diesem Grund wurde Riehl vom 18.3. bis 22.4.1945 von der Zivilbevölkerung geräumt. Der in Riehl verbliebene katholische Pfarrer konnte trotz aller Mühen das “looting“ (Plündern) nicht verhindern.


Februar 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Professor Gunther Nogge

Professor Gunther Nogge geht in den Ruhestand
Über 25 Jahre - von 1981 bis zum 31.1.2007 – lenkte Prof. Nogge die Geschicke des Kölner Zoos und beeinflusste maßgeblich das Aussehen des Tierparks. In seine Zeit fielen viele Maßnahmen, wie z.B. die Sanierung des alten Elefantenhauses, der Bau des Urwaldhauses, des Eulenklosters und des Regenwaldhauses. Auch der Elefantenpark wurde in dieser Zeit errichtet. Die Aufzählung ließe sich noch weiter fortsetzen. Zum 1.2.2007 ging Prof. Nogge in den Ruhestand.

Die SBK stellen ihren Zielplan vor
Die Erfordernisse neuer gesetzlicher Regelungen und die veränderten Erwartungen zukünftiger Bewohner stellten die Sozialbetriebe Köln (SBK) mit ihrem Senioren- und Behindertenzentrum in Riehl vor große Herausforderungen. Allein bis 2015 sollten sechs neue Häuser errichtet werden als Ersatz für überalterte und unzweckmäßige Bauten. Der Schwerpunkt lag auf der Bereitstellung von Einbettzimmern und der Schaffung von Wohngruppen statt Stationen. Am 15.2.2011 stellte der Betrieb die Planung vor, für die 55 Millionen Euro aufgewandt werden sollen.


Clemens Wirtz wird als Pfarrer in St. Engelbert eingeführt
Während des Ersten Weltkriegs wurde am 24.2.1916 Clemens Wirtz zum Pfarrer in Riehl ernannt. Anfangs erlebte er die große Not in der Gemeinde, die viele gefallene Gemeindemitglieder beklagen musste. Die Not der Familien ließ ihn einen Kinderhort einrichten. Durch das Anwachsen der Gemeinde merkt er schnell, dass die kleine Notkirche am Riehler Plätzchen kaum mehr ausreichte, und bemühte sich um den Neubau einer Kirche am Riehler Gürtel mit dem Architekten Dominikus Böhm. Im Oktober 1938 ging Pfarrer Wirtz aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand und wurde hierbei von einer tiefen Anteilnahme der Gemeinde begleitet.


Januar 2016
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Paris, der Nordbahnhof

Die Hittorfstraße erhält ihren Namen
Was hat denn Riehl mit dem Nordbahnhof in Paris zu tun?
Jakob Ignaz Hittorff (mit zwei „f“) wurde 1792 in Köln als Sohn eines Klempners geboren, wuchs am Heumarkt auf und wurde Architekt. Da er in der Zeit der französischen Besatzung lebte, hatte er die französische Staatsbürgerschaft, zog nach Paris und machte dort Karriere. Unter anderem baute er in Paris den „Gare du Nord“, den Nordbahnhof. In Frankreich kam er zu Ehren und ihm wurde der Orden „Pour le Mérite“ verliehen. Er verstarb 1867 in Paris. Die Vaterstadt Köln gedachte seiner durch die Vergabe des Straßennamens am 9.1.1896 in Riehl, leider aber mit einem Fehler. Die Kölner schrieben den Namen mit einem „f“. Die Straße führt von der Stammheimer – zur Boltensternstraße. Dieser Fehler passierte aber auch bei einer Straßenbenennung in Paris.

Der Spielplatz im Kölner Zoo wird neu gestaltet
Am 23.1.2013 begannen die Umbauarbeiten an dem in die Jahre gekommenen Spielplatz im Kölner Zoo. Besonders auffällig war, dass die 2010 abgebaute Dampflok durch ein Schiffswrack ersetzt wurde. Mit vielen neuen Spielgeräten wurde der Platz bestückt. Alleine 400 Kubikmeter Sand mussten ersetzt werden. Die Umgestaltung erfolgte durch eine finanzielle Hilfe der GAG. Am 23.3.2013 konnten die Kinder den neu gestalteten Platz in Besitz nehmen.

Umwandlung der Kasernenstadt Boltensternstraße
Am 31.1.1926 verließen die englischen Besatzungssoldaten nach 6 Jahren Köln. So standen auch die Kasernengebäude an der Boltensternstraße leer, denn deutsche Soldaten durften wegen der Entmilitarisierung der Rheinlande dort nicht einziehen. So beschloss die Leiterin des Wohlfahrtsamtes, Hertha Kraus, dort eine „Altenstadt“ einzurichten, denn das Städt. Invalidenhaus in der Quentelstraße war veraltet, zu klein und entsprach nicht mehr den modernen Erfordernissen einer altersgerechten Unterkunft. In den Kasernenbauten entstand nach amerikanischem Vorbild eine dreistufige Einrichtung mit Versorgungsheim, Siechenheim und Wohnstift, welche dann 1927 bezogen wurde.

Jubiläumsdaten 2016

vor 100 Jahren
Am 26.2.1916 wurde der Kaplan Clemens Wirtz zum Pfarrer in Riehl ernannt und am 2.4.1916 feierlich in der St. Engelbert-Kirche in sein Amt eingeführt. In seine Amtszeit fiel auch in den 1930er Jahren der Bau der neuen St. Engelbert-Kirche am Riehler Gürtel. Im Oktober 1938 ging er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand.

Vor 75 Jahren
Im Mai 1941 fielen die ersten Brand- und Sprengbomben auf Riehl. Sie ließen noch nicht erahnen, welche verheerenden Bombenangriffe noch in den folgenden Kriegsjahren auf die Riehler Bürger zukommen sollten.

Vor 50 Jahren
Das 1965 geplante Giraffenhaus wurde 1966 mit einem Freigehege von 1700 qm fertig gestellt. Die Tiere konnten von dem alten und zu engen Elefantenhaus nach hier umsiedeln. Bis heute ist dieses Gelände ein Publikumsmagnet.

Vor 25 Jahren
Am 10.4.1991 berichtete die Presse über den Bau der Straßenbahntrasse auf der Amsterdamer Straße, die im August fertig gestellt werden sollte. Die zum damaligen Zeitpunkt neue Strecke bindet das Kinderkrankenhaus und Niehl an die Innenstadt an. Der Schienenstrang ist so angelegt, dass Gras im Gleisbett wachsen kann und somit der Lärm gemindert wird.

Vor 10 Jahren
Nach einer Bauzeit von 3 ½ Jahren wurde am 27.4.2006 das Schulgebäude Stammheimer Straße wieder an die Schüler und Schülerinnen der Montessori-Schule übergeben. Die Fertigstellung hatte sich aufgrund des sehr schlechten Zustands des denkmalgeschützten Gebäudes mehrfach verzögert.

Dezember 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Fahne des Riehler Kirchenchors von 1926

Männer-Gesang-Verein in Riehl
Am 5.12.1897 trafen sich 35 Herren in der Gaststätte „Riehler Haus“ unter Leitung des Lehrers Herrmanns und des Dirigenten Fritz Kratz und gründeten den Männer-Gesang-Verein in Riehl. Ein großer Auftritt erfolgte bereits am 7.11.1897 bei der Weihe der Notkirche „St. Engelbert“ an der Stammheimer Straße. 1901 wurde dann als Nachfolger der Kirchenchor „Cäcilia“ gegründet, der 1926 seine eigene Fahne erhielt.

Grundsteinlegung für das Kinderkrankenhaus
Am 8.12.1959 erfolgte die Grundsteinlegung für das Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße, das bereits am 25.10.1962 belegt werden konnte. Es wurden damals nicht nur 368 Bettenplätze bereitgestellt, sondern auch Plätze für ambulante Behandlungen. Eine eigene Kinderkrankenpflegeschule sorgte für Nachwuchs beim notwendigen Fachpersonal.

Patenschaft der Riehler Schützen für die Senioren
Im Dezember 1958 boten die Riehler Schützen „St. Engelbertus“ den Bewohnern der Riehler Heimstätten eine erste Weihnachtsfeier. Aus diesem ersten Angebot hat sich eine intensive Verbindung der Schützen zu den Bewohnern der SBK ergeben, die bis heute andauert. Die Teilnahmen bei Prozessionen, Grillfesten und Nikolausfeiern sind nur einige Beispiele des intensiven Kontaktes.


November 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Die Gaststätte „Zoo-Eck“ an der Stammheimer Str. 2

Die Gaststätte „Zoo-Eck“ wurde geschlossen
150 Jahre war dieser Standort am Anfang der Stammheimer Straße auf der rechten Seite ein Inbegriff der Riehler Gastronomie. 1865 eröffnete hier der Gastwirt Bruckmann das „Bellevue“, später hieß es „Schöne Aussicht“. Als „Café Zilisch“ war das Tanzcafé über Riehl hinaus bekannt und nach dem Zweiten Weltkrieg war das „Zoo-Eck“ sehr beliebt, bis es 30.11.2011 endgültig die Pforte schloss und in Wohnungen umgebaut wurde.

Die Straßennamen in der Fischersiedlung wurden aufgehoben
Durch den Ausbau des Niehler Hafens und dem politischen Willen, die Notunterkünfte zu beenden, wurde die Fischersiedlung in den 1960er Jahren niedergelegt und konsequenterweise auch am 29.11.1968 die Straßennamen (Boltensternstraße Weg A – G und Kuhweg A - L) aufgehoben. Damit waren die Erinnerungen an dieses Riehler Veedel erloschen.

Der Riehler Schützenhof wurde nach Umbau wieder eröffnet
Acht Monate dauerte 1983 der Umbau des Riehler Schützenhofs (heute Riehler Hof, Stammheimer Str. 133). Am 4.11.1983 wurde er wieder eröffnet und im Keller für die St. Engelbertusschützen ein Schießstand eingerichtet, in dem die Schützenkönige ausgeschossen werden konnten.

Oktober 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Lageplan der „Goldenen Ecke“ von Algermissen

September 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Johann Ludwig Algermissen
Der Schriftsteller und Kartograf, der zuletzt in der Stammheimer Str. 57 gewohnt hatte, verstarb am 22.10.1925. Johann Ludwig Algermissen war für die Riehler wichtig, da er den Lageplan der „Goldenen Ecke“ gezeichnet hatte und damit den Namen der Vergnügungsmeile stadtweit populär machte.

Die Riehler Heimstätten
Am 17.10.1963 berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger, dass das Gelände der Riehler Heimstätten nunmehr der Stadt gehört, da der Bund das Eigentum übertragen hat, weil eine militärische Verwendung der Gebäude nicht mehr vorgesehen war.

Die Weltkugel von H.A.Schult
Im Oktober 2000 wurde die Weltkugel des Künstlers H.A.Schult von dem Pylon der Severinsbrücke an seinen neuen Standort – das Dach der DEVK-Versicherung – an der Riehler Straße verbracht. Die Skulptur zeigt insbesondere bei nächtlicher Beleuchtung die Kontinente: Eine übergroße Figur zeigt sich am Rande, festverbunden mit der Kugel, mit ausgebreiteten Armen.

September 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Hagenbeck`s Indische Völkerschau

Auf dem Platz hinter der Gaststätte Riehler Haus, also dort, wo sich heute das Aquarium befindet, gastierte Gustav Hagenbeck aus Hamburg ab dem 13.9.1910 für 12 Tage mit seiner indischen Völkerschau. Wie es damals Brauch war, wurden dort Gruppen von Indern „ausgestellt“, die akrobatische Leistungen oder das Alltagsleben zeigen sollten. Mit dieser exotischen Gruppe zog Gustav Hagenbeck durch ganz Deutschland.

Auflösung der „Riehler Radrennbahn GmbH“
Die 1889 eröffnete Radrennbahn am Kölner Sportplatz erlebte bis in die 1920er Jahre große Beliebtheit für Flieger- uns Steherrennen. Die Bahn war 400 m lang und fünf bis sieben m breit. Sie wurde später auf 10,5 m verbreitert. Nach dem Zweiter Weltkrieg wurde 1947 die „Riehler Radrennbahn GmbH“ gegründet, die die Bahn vermarkten sollte. Aber bereits am 15.9.1950 erlosch die Gesellschaft. Sechs Jahre später erfolgte dann der Abbruch der Bahn und das Gelände wurde zur Zooerweiterung genutzt.

Eröffnung des Elefantenparks im Zoo
Am 19.9.2004 konnte der Elefantenpark im Zoo eröffnet werden, der den grauen Riesen ein großes Freilandgehege anbietet, damit sie in ihren sozialen Verbänden artgerecht leben können. Wichtiger Bestandteil der Haltung ist die möglichst weitgehende Vermeidung von Kontakten zu Menschen. Zur Zeit leben 12 asiatische Elefanten in der Herde auf einer Gesamtfläche von 20 000 qm.

August 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Die Amsterdamer Straße

Die Amsterdamer Straße erhält ihren Namen
Der ursprünglich unbefestigte Reitweg war die direkte Verbindung von der Kölner Innenstadt zur Barbara-Kaserne. Am 16.8.1894 erhielt die Straße nach der niederländischen Stadt den heutigen Namen und wurde als Allee mit einem dichten Baumbestand ausgebaut, wie sich alte Riehler noch erinnern. Heute befinden sich auf dem Mittelstreifen die Straßenbahngleise.

Neue Giraffen treffen im Zoo ein
Am 2.8.1965 berichtete der Kölner-Stadtanzeiger, dass das Giraffenhaus im Zoo zwei neue Bewohner erhalte. Am 31.7.65 wurde ein Giraffenpaar aus Südafrika im letzten Teilstück der Reise mit einem Tieflader zum Zoo transportiert, nachdem es zunächst mit dem Schiff „Transvaal“ nach Antwerpen gebracht und von dort mit dem Zug weiter befördert wurde. Im Zoo wurden die Giraffen neben dem Zoodirektor auch vom Oberbürgermeister Theo Burauen in Empfang genommen.

Bäckereifachausstellung
Der 13. „Central-Verbandstag“ führte vom 8. - 17. August 1902 eine internationale Ausstellung für Bäckerei, Konditorei und verwandte Gewerbe in der Gaststätte Riehler Haus durch. Diese große und bekannte Gaststätte mit seinem Festsaal befand sich an der Riehler Straße vor dem Zooeingang, dort wo sich heute der Kiosk befindet.


Juli 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Die Eisbärenklippen im Kölner Zoo

Einweihung der Eisbärenklippen im Kölner Zoo
Am 27. Juli 1914 wurde im Bereich der Zooerweiterung das „schöne Eisbärenbecken mit seinen hohen Felsen“ eröffnet, das sich schnell zum Publikumsmagneten entwickelte.
1956/57 wurde die Anlage mit „Eisschollen“ aus Beton neu gestaltet. Die Anlage war aber so klein, dass hier eine artgerechte Haltung nicht möglich war. Aus diesem Grund wurde 1997 die Eisbärenhaltung im Kölner Zoo eingestellt.

Zoogastronomie
Da der Zoo nicht nur ein Ort der Bildung, sondern auch der Unterhaltung war, wurde der Zoogastronomie eine große Bedeutung beigemessen. Anfangs stand auf dem Zoogelände ein repräsentativer Bau für die Restauration. Dieses Haus wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. In den 1950er Jahren wurde der Gedanke einer Bewirtung der Besucher wieder aufgegriffen. Das Café Füllenbach erhielt den Zuschlag für die Bewirtung der Gäste. Die überdachte Terrasse wurde im Juli 1959 in Betrieb genommen.

Straßenbahnlinie 12
Alle Straßenbahnlinien, die von Nippes oder von Köln kamen, endeten an der Haltestelle Zoo. Am 12.7.1906 beschloss der Rat der Stadt Köln, die Linie 12 über die Riehler Straße bis zur Mülheimer Brücke zu verlängern. Dadurch konnten die Fahrgäste leichter nach Mülheim kommen. Über die Brücke konnte die Straßenbahn damals noch nicht fahren, da bis 1927 noch eine Schiffbrücke bestand.


Juni 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Der neue Zooeingang

Der neue Zooeingang
Der repräsentative Zooeingang, der im Krieg einige Schäden erlitten hatte, konnte nicht wieder aufgebaut werden, da er der Erweiterung der Riehler Straße weichen musste. So fasste der Rat der Stadt Köln den Beschluss zum Bau eines neuen Eingangs etwas weiter nördlich der Riehler Straße in der Lennéstraße. Entsprechend dem Zeitgeist entstand ein funktionaler Zweckbau, der auch gleichzeitig die Verwaltung beherbergte. Er wurde Pfingsten 1962 der Öffentlichkeit übergeben. Viele alte Kölner trauern immer noch dem schön gestalteten alten Zooeingang nach.

Die Philipp-Wirtgen-Straße erhält ihren Namen
Am 10.6.1915 erhielt diese Straße zwischen der Garthestraße und Esenbeckstraße entsprechend der Riehler Tradition den Namen eines Naturforschers. Philipp Wirtgen (1806–1870) war Botaniker und befasste sich mit der rheinischen Flora.

Neue Zweigstelle der Sparkasse Köln in Riehl
Die Sparkasse KölnBonn hat auch in Riehl eine lange Tradition. Am 18.6.1928 wurde im Haus Riehler Gürtel 1 (heute Haarmoden Eifler) eine Zweigstelle der Sparkasse für die Riehler eröffnet. Durch die Zunahme der Bevölkerung nach dem Krieg wurde die Zweigstelle bald zu klein und am 20.3.1960 wurde der Neubau in der Stammheimer Str. 92-94 in Betrieb genommen.


Mai 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Schule Brehmstraße

Schule Brehmstraße
Bedingt durch den Zuzug vieler Flüchtlingsfamilien nach dem Krieg nahm auch der Anteil der evangelischen Einwohner in Riehl zu, so dass das Schulgebäude Stammheimer Straße nicht mehr ausreichte. In der Zeit von 1959 bis 1961 wurde eine neue evangelische Volksschule in der Brehmstraße gebaut. Diese Gebäude weisen so deutliche Merkmale der Baukultur der 50er Jahre auf, dass das Ensemble am 19.5.1989 unter der Nummer 5026 von der Stadt Köln unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Freiwillige Feuerwehr Riehl
Am 24.5.1877 wurde die freiwillige Feuerwehr in Riehl gegründet. Das „Feuerlöschgerätehaus“ befand sich laut Adressbuch von 1899 in der Riehler Straße 202 (etwa gegenüber dem Haus des Zoodirektors). 1902 konnten die Mitglieder das 25-jährige Bestehen feiern. Zum 1.4.1920 wurde die freiwillige Feuerwehr aufgelöst, da die Berufsfeuerwehr der Stadt Köln die Aufgabe der Brandbekämpfung übernahm.

Ein Luftangriff auf Riehl
In der Nacht vom 30. auf den 31.5.1942 erlebte Köln einen der schwersten Luftangriffe. Laut Polizeibericht wurde auch Riehl bei diesem Angriff stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Palmenhaus in der Flora, die Schule Garthestraße und die Kirche St. Engelbert waren u. a. betroffen.


April 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Eingang zur Pionierkaserne

Einzug des Pionier-Bataillons Nr. 7 in Riehl
Nachdem das Pionier-Bataillon Nr. 7 seine Unterkunft in den Kasematten in Deutz hatte räumen müssen, stand ihm zum 1.4.1909 auf dem Gelände der Mülheimer Heide an der Boltensternstraße eine neu errichtete Kasernenanlage zur Verfügung. Sie bestand aus zwei Mannschaftsgebäuden, einem Stabsgebäude, einem Wirtschaftstrakt und zwei Familienhäusern. Die Offiziersspeiseanstalt, das Exerzierhaus und die Pontonhäuser wurden gemeinsam mit den 24er Pionieren benutzt.
Ein Mannschaftsgebäude dieser Kaserne steht noch an der Boltensternstraße gegenüber der Pionierstraße und wird heute als das Altenwohnhaus „Haus B“ genutzt.


Fachseminar für Altenpflege
Im April 1975 - also vor 40 Jahren - wurde in den Städtischen Altenheimen Köln-Riehl ein Fachseminar für Altenpflege zur Behebung der Personalnot in dem Heim eingerichtet. Diese Ausbildungsstätte führte auch zu einer Qualifizierung der Pflegetätigkeit. Viele Absolventen der über 60 Lehrgänge seit 1975 arbeiten heute noch in den Städtischen Seniorenzentren Köln, andere haben zu Trägern der freien Wohlfahrtspflege gewechselt und hier ihr Wissen eingebracht.


Erweiterung der Schule Garthestraße
Nachdem die alte – 1902/03 errichtete – katholische Volksschule in der Garthestraße zu klein geworden war, wurde ab 1928 ein Neubau errichtet, der am 30.4.1930 als modernste Schule in Köln mit Platz für über 1000 Schulkinder eröffnete. Leider hatten die Kinder nicht lange etwas davon. Bereits ab 1936 nutzte die Wehrmacht die Räume als Briefprüfstelle. Da die Schule im Krieg nur wenige Schäden erlitt, konnte bereits am 23.7.1945 der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.


März 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Wahlrechtsmeeting auf der Riehler Radrennbahn

Kundgebung gegen das Dreiklassenwahlrecht auf der Radrennbahn
Am 6.3.1910 rief die SPD zu einer Kundgebung gegen das Dreiklassenwahlrecht (ein nach Steuerleistung in drei Abteilungen abgestuftes Stimmengewicht) auf dem Sportplatz an der Riehler Straße auf. 15 000 Teilnehmer kamen dem Aufruf nach und forderten von der preußischen Regierung das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht.

Schenkung für ein Kirchengrundstück
Am 5.3.1896 übereignete der Fabrikant Wilhelm Hilgers, der an der heutigen Riehler Straße eine Pechfabrik besaß, der katholischen Gemeinde Nippes ein Grundstück an der heutigen Ecke Stammheimer Straße und Riehler Gürtel mit der Auflage, in Riehl eine katholische Kirche zu errichten, um den Kirchenmitgliedern den weiten Weg nach Nippes zu ersparen. Am 7.11.1897 konnte dann die kleine Kirche festlich geweiht werden. Heute erinnert die Engelbert-Statue an der Fassade des Hauses Stammheimer Str. 98 (am Riehler Plätzchen) an den ehemaligen Standort der Kirche.

Richtfest für die Häuser der Tiergartensiedlung
Das Gelände zwischen der Tiergartenstraße, Niederländer Ufer, Riehler Straße und der Straße An der Schanz war vor dem Zweiten Weltkrieg ein Industriegebiet. Der alte Nordbahnhof der KVB befand sich hier ebenso wie bis in die 20er Jahre die Chemische Fabrik Weiler ter Meer. Das Gelände wurde nach dem Krieg für die KVB zu klein und der Busbahnhof abgebrochen. Die Firma „Neue Heimat“ plante auf dem Areal ein Wohngebiet mit 930 Wohnungen. Am 18.3.1959 war Richtfest und zum 1.10.1959 konnten die ersten Häuser an der Delfter Straße bezogen werden.

Februar 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Das Sommertheater in der Goldenen Ecke

Das Sommertheater als Ausweichquartier für das ausgebrannte Theater Köln
Am 16.2.1869 brannte das Städtische Theater in der Komödienstraße in Köln ab. Das Ensemble suchte einen Ausweichplatz und fand das „Cölner Aktien Theater“ in Riehl als geeignet. Diese neue Spielstätte für das Kölner Theater war aber nicht von langer Dauer. Auch dieses Haus brannte am 9.5.1869 ab und wurde später durch das neu erbaute Sommertheater ersetzt.


Der Rheinpegel steht bei 9,94 m
Vor dem Bau des Hochwasserschutzdamms im Verlauf des Niederländer Ufers war Riehl immer wieder vom Hochwasser bedroht. So auch am 1.2.1883. An diesem Tag kam der Wasserstand bei 9,94 m endlich zum Stehen. Dennoch gab es erhebliche Schäden, zum Beispiel im Zoo. Die Zoomauer hielt dem Wasserdruck nicht stand und stürzte ein. Einige Tiere mussten evakuiert werden. Hier half die Gaststätte Wattler mit ihren Tanzsaal als Notquartier aus.

Riehler Fastelovendsfründe
1984 wurde die „Riehler Interessengemeinschaft der Karnevalsvereine“ (RIK) gegründet und kümmerte sich zum Beispiel um die Organisation des Karnevalsumzugs. Wegen des Namenskürzels (RIK) kam es immer wieder zur Verwechslung mit der Riehler Interessengemeinschaft (RIG). Im Februar 2011 einigten sich beide Organisationen. Die RIK änderte ihren Namen in „Riehler Karnevalsfründe“ und ist nun sehr zufrieden mit dem neuen Namen.

Januar 2015
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Das Alpinum im Botanischen Garten

Flora und Botanischer Garten werden zusammengefasst
In den Jahren 1912 bis 1914 wurde der neue Botanische Garten auf dem Gelände nördlich der Flora zwischen den Straßen Am Botanischen Garten, Johannes-Müller Straße und Amsterdamer Straße errichtet. Die Eröffnung erfolgte am 30.5.1914. Ein optischer Höhepunkt war neben den Anzuchtbeeten sicherlich das noch heute bestehende Alpinum mit dem Seerosenteich. Neben dem wissenschaftlichen Unterricht der Universität stand das Gelände auch den Schulen und der Bevölkerung offen. Zum 1.1.1920 wurden die Flora und der Botanischen Garten zusammengelegt und unter dem Namen „Botanischer Garten der Stadt Köln“ geführt. Die Trennungsmauer wurde 1931 niedergelegt.

Das Versorgungsamt wird aufgelöst
1951 nahm das Versorgungsamt in der Boltensternstraße in Riehl seinen Betrieb auf und betreute die Opfer des Krieges nach dem Bundesversorgungsgesetz. 1955 kam die versorgungsärztliche Dienststelle dazu, Weitere Aufgaben − wie z. B. 1974 das Schwerbehindertenrecht – wurden dem Versorgungsamt übertragen. Zum 1.1.2008 wurde das Versorgungsamt nach über 50 Jahren aufgelöst. Die Aufgaben wurden durch die Stadt und den Landschaftsverband übernommen.

Major von Boltenstern ertrinkt im Rhein
Am 3.1.1814 überquerte der Major von Boltenstern mit seinen russischen Dragonern und 150 bergischen Rekruten den Rhein von Mülheim aus und konnte die französischen Soldaten bis an die Kölner Stadtmauer zurück drängen. Dort musste der Major aber der Übermacht der französischen Soldaten weichen. Bei dem Versuch, den Rhein wieder in Richtung Mülheim zu überqueren, wurde er von einer Gewehrkugel tödlich getroffen.

Was geschah sonst noch in Riehl?

Vor 100 Jahren (1915)
Die Philipp-Wirtgen-Straße erhielt am 10.6.1915 ihren Namen. Sie verläuft zwischen Garthe- und Esenbeckstraße. Philipp Wilhelm Wirtgen (1806–1870) war Botaniker und erforschte die rheinische Flora.

Vor 75 Jahren (1940)
Alle Hunde mussten im Februar 1940 zur „Kriegstauglichkeitsprüfung“ in die Messe gebracht werden.

Vor 50 Jahren (1965)
Die Gebäude der Riehler Heimstätten (heute Senioren- und Behindertenzentrum Riehl) sollten modernen Erfordernissen des Wohnens, der Pflege und Betreuung angepasst werden. Der Architekt Petri stellte im August 1965 seinen Plan vor, in dem die Kasernenmauer nicht mehr in der alten Form vorgesehen war. Die Häuser C und D sind heute noch Bestandteil der Planumsetzung.

Vor 25 Jahren (1990)
Ursprünglich nannte sich der Verein „De löstige Havelmännche“, weil er am 18.1.1981 in der Havelstraße in Chorweiler gegründet worden war. Durch Umzug des Präsidenten nach Riehl verlegte sich der Verein auf den Stadtteil Riehl, schloss sich den „Riehler Fastelovendsfründen“ an und konnte bereits 1996 das erste Riehler Dreigestirn stellen. Ab 2004 nannten sich die Karnevalsfreunde „KG Riehler Havelmännche vun 1981 e.V.“.

Vor 10 Jahren (2005)
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet am 26.7.2006 von der Eröffnung des Reisemobilhafens An der Schanz neben der Jugendherberge: Das Gelände bietet 65 Wohnmobilen Platz, und durch die Nähe zum Rhein, zu Innenstadt, Zoo, Flora und öffentlichen Verkehrsmitteln ist er für Touristen besonders attraktiv.

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Sollten Sie weitere interessante Daten aus der Riehler Geschichte kennen, würde ich mich freuen, wenn Sie mich unter der Telefonnummer 02202 – 21966 anrufen oder mir eine Mail senden an: Joachim.Brokmeier@t-online.de

Dezember 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Englische Soldaten in der Kaserne Boltensternstraße

Englische Soldaten auch in Köln-Riehl
Gemäß dem Waffenstillstandsabkommen vom 11.11.1918 wurde festgelegt, dass britische Soldaten den Großraum Köln besetzen sollten. Am 6.12.1918 zogen die Soldaten in Köln ein und besetzten die nun frei gewordenen Kasernen in Köln. Hierzu gehörten auch die beiden Kasernenanlagen Barbarastraße und Boltensternstraße. Der Kasernenteil an der Ecke An der Schanz/Boltensternstraße erhielt z. B. den Namen „Alexandria-Barracks“. Am 31.1.1926 verließen die britischen Soldaten Köln wieder.

Das erste Postamt in Riehl
Das erste Postamt wurde bereits zum 1.12.1893 in der Stammheimer Str. 63 eröffnet, das aber bald zu klein war. 1910 eröffnete die Post in der Stammheimer Str. 115 ein eigenes Gebäude mit einem großen Schalterbereich. Es lag kundengerecht mitten im Einkaufszentrum von Riehl. Dieses Postamt war fast 100 Jahre bis ins Jahr 2007 für die Riehler Bürger da.
Nach der Schließung am 13.11.2007 übernahm die Postagentur − leider an einer sehr abgelegenen Stelle − im Riehler Tal 13 die Aufgaben.

Grundsteinlegung für das Urwaldhaus im Zoo
Am 1.12.1983 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung für das Urwaldhaus im Zoo. Hier sollten Menschenaffen in artgerechter Haltung eine neue Heimat finden. In einer Freianlage sollten sie in Sozialverbänden leben und sich in dschungelartiger Bepflanzung heimisch fühlen. Astwerk, Baumstämme und Deckengitter sollten Bewegungsmöglichkeiten anbieten.1985 wurde das Bauwerk fertig gestellt.


November 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Der Tanzsaal in der Flora

Der neue Konzertsaal in der Flora
Am 13.11.1898 wurde der Konzertsaal im nördlichen Anbau zum Glaspalast vollendet, in dem nicht nur das damals bekannte „Flora-Orchester-Cöln“ auftrat, sondern auch andere Künstler. Dieser Konzertsaal befand sich auf der Nordseite des Floragebäudes, wo sich heute der gläserne Anbau befindet.

Hochwasser im Zoo
Am 29.11.1882 stieg das Rheinhochwasser auf 10,52 m. Der Wasserdruck war so stark, dass bereits am 27.11.1882 nicht nur Teile der Zoomauer eingedrückt wurden, sondern auch Käfige unter Wasser standen. Die Gaststätte Wattler half mit ihrem Tanzsaal aus, und dort fanden einige Tiere Schutz vor den Fluten.

Die Weihe der St. Engelbert-Kirche
Am 7.11.1897 wurde die erste katholische Kirche in Riehl, Stammheimer Str. 96/98 (am „Riehler Plätzchen“) geweiht, und die Gemeindemitglieder mussten zum Gottesdienst nicht mehr den weiten Weg nach Nippes machen. Diese Kirche wurde nach dem Bau der heutigen St. Engelbert-Kirche 1932 am Riehler Gürtel nicht mehr benötigt. In die alte Kirche zog der Schreiner Nikolaus Hansen ein und nutzte das ehemalige Kirchengebäude bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg als Schreinerei. Heute befinden sich auf dem Grundstück ein Wohnhaus sowie die Metzgerei Motz. Die St. Engelbert-Statue an der Fassade erinnert an die alte Kirche.

Oktober 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


De Pädsbahn vom Nippes nom Zoo

Die Pferdebahn von Nippes zum Zoologischen Garten wird eröffnet
Am 8.10.1879 wurde die Pferdebahn durch das belgische Unternehmen de la Hault von Nippes zum Zoologischen Garten und zur Flora eröffnet und bis zum 1.4.1900 betrieben. Ab dann übernahm die Stadt Köln die Straßenbahnen und elektrifizierte bis zum Jahr 1907 alle Strecken. Der Fahrpreis betrug zunächst 25 Pfennige und wurde später auf 15 Pfennige gesenkt.

Mülheimer Brücke wird von Bomben getroffen und stürzt ein
Am 14.10.1944 fand der bis dahin schwerste Luftangriff auf Köln statt. Fast eineinhalb Stunden warfen die Amerikaner Bomben über Köln ab. Die Mülheimer Brücke wurde getroffen und rutschte ins Wasser, so dass die Fahrrinne blockiert war. Die Schulbaracken Esenbeckstraße und Kaserne Barbarastraße wurden ebenfalls getroffen. Viele Gebäude der Riehler Heimstätten wurden bei diesem Angriff beschädigt.

Der Innenminister verfügt die Schreibweise „Cöln“ mit „C“
Am 30.10.1900 verfügte der preußische Innenminister, dass Köln gegen der Willen der Bevölkerung mit „C“ geschrieben werden musste. Selbst Klagen bei Gericht blieben erfolglos. Erst ab 1.2.1919 durfte Köln wieder mit „K“ geschrieben werden.

September 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Kreuzkapelle in Riehl

Eröffnung der Synagoge in der Riehler Kreuzkapelle
Am 1.9.2001 zog die liberale jüdische Gemeinde in das Untergeschoss der Kreuzkapelle ein, um hier den Gebetsraum und weitere Gemeinderäume zu nutzen. Für die jüdische Gemeinde ist dieses Haus sehr geschichtsträchtig, da Pfarrer Encke im Dritten Reich hier evangelische Christen mit jüdischer Herkunft betreute.

Riehl gehört zur Mairie Longerich
Bis zur Auflösung aller Klöster und Stifte im Jahr 1802 durch die französische Besatzung gehörte Riehl zum Kloster Altenberg. Ab dem 12.9.1803 gehörte Riehl zur Mairie (Bürgermeisterei) Longerich, die dann für 83 Jahre auch die Riehler Geschicke bestimmte.

Das Wasserflugzeug DO-X landet auf dem Rhein
Am 21.9.1932 landete das legendäre Wasserflugzeug DO-X, das größte Flugboot der Welt, auf dem Rhein und legte an dem Floßhafen der Auerwerke an. Der Hafen befand sich etwa in Höhe des heutigen Colonia-Hauses. Tausende Kölner säumten das Rheinufer, um das riesige Flugzeug zu sehen.


August 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Denkmal der Deutschen Feldartillerie

Einweihung des Denkmals der deutschen Feldartillerie
Am 31.8.1934 fand der 3. Waffentag der Deutschen Feldartillerie am Niederländer Ufer auf dem heutigen Gelände des Skulpturenparks statt. In diesem Zusammenhang erfolgte die Grundsteinlegung für ein Ehrenmal, das am 30.8.1936 enthüllt wurde. Das Ehrenmal wurde im Krieg zerstört. Nur noch die große Freitreppe, die zum Konrad-Adenauer-Ufer führt, erinnert an das Denkmal.


Die Bewohner des Invalidenhauses Quentelstraße ziehen in die Riehler Heimstätten
Das in den Jahren 1879-1883 errichtete städtische Invalidenhaus in der Quentelstraße war verwohnt, zu klein und nicht mehr nutzbar. Am 27.8.1929 zogen die Bewohner des Invalidenheimes Quentelstraße in das Versorgungsheim der Riehler Heimstätten. Diese Gebäude befanden sich östlich der Slabystraße (heute Hertha-Kraus-Straße) innerhalb des Heimgeländes und boten 419 Menschen eine neue Heimat.

Rinder weiden auf der Mülheimer Heide
Nach der Mobilmachung kaufte die Stadtverwaltung große Mengen an Lebensmitteln. Als kriegsbedingte Notversorgung für die Kölner Bevölkerung wurden im August 1914 unter der Obhut von Landsturmleuten 15 000 Rinder auf der Mülheimer Heide (das Gelände zwischen der Boltensternstraße und dem Rheinufer) gehalten.

Juli 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Riehler Wochenmarkt

Der erste „weiße Wochenmarkt“ nach dem Krieg
Schon 1930 eröffnete ein Wochenmarkt auf dem Riehler Gürtel. Er musste aber während der Kriegszeit geschlossen werden. In den ersten Jahren nach dem Krieg blühte der Schwarzmarkt, sodass an einen geordneten Handel nicht zu denken war. Erst nach der Währungsreform 1948 konnte der „weiße Markt“ in Riehl am 6.7.1948 wieder seinen regulären Betrieb aufnehmen und ist bis heute mittwochs und samstags ein beliebter Einkaufsort.


Mordprozess wegen der Witwe Graß
Die Witwe Graß lebte mit ihrem Verwalter Ludwigs zurückgezogen in dem verfallenen Pilgramshof Am Botanischen Garten 1. Im Herbst 1934 verschwand die Dame spurlos und auch die Polizei konnte die Witwe nicht finden. Nachbarn wollten einen „widerlichen Brandgeruch“ festgestellt haben. Dem Verwalter wurde der Prozess gemacht und am 4.7.1936 wurde er wegen Totschlags zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Bereits 1935 wurde der Hof abgebrochen.


Das Geläut der St. Anna Kirche wird geweiht
Im Juli 1960 wurde laut einem Eintrag in der Chronik der Vinzentinerinnen das Geläut mit drei Glocken in der St. Anna Kirche in den Riehler Heimstätten geweiht. Die älteste Glocke soll aus dem Jahr 1730 stammen und von Johann Dinckelmeyer gegossen worden sein. Eine endgültige Bestätigung fehlt aber noch. Die beiden anderen Glocken wurden 1960 von Hans Hüesker in Gescher gegossen und erhielten die Namen "Anna" und "Maria".


Juni 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Lehrbaustelle Rheinland

Eröffnung der Lehrbaustelle Rheinland
Am 21.6.1938 wurde die Lehrbaustelle Rheinland an der Boltensternstr. 84 eröffnet. 80 junge Männer konnten hier in der Bauindustrie ausgebildet werden. Im Krieg wurde diese Bildungseinrichtung geschlossen und 1947 wieder ihrer alten Verwendung zugeführt. Die Zahl der Auszubildenden stieg im Jahr 1978 auf 200 Männer und Frauen. Die Räume wurden den Anforderungen nicht mehr gerecht, so dass der Träger 1980 die Schule nach Kerpen verlegte. Das Gebäude steht noch und wird als Einrichtung für Kinder genutzt. Es gehört aber heute nicht mehr zu Riehl.


Die Zerstörung des Flora-Sanatoriums
Um 1929 wurde das Flora-Sanatorium in der Straße Am Botanischen Garten 44 (Ecke Sieboldstraße) errichtet. Um 1933/34 übernahm der Frauenarzt Dr. Eldring jun. die Praxis und betrieb hier eine „Privatklinik mit Entbindungsstation“. Am 17.6.1943 erlitt das Haus einen Bombentreffer. „11 Frauen und Säuglinge wurden unter den Trümmern begraben“, wie es in einem Zeitzeugenbericht heißt. Nach dem Krieg wurde das Haus durch einen Neubau ersetzt und wird jetzt als Wohnhaus genutzt.


Die letzte Mülheimer Gottestracht vor dem Krieg
Am 8.6.1939 bestand die Mülheimer Sebastianus-Schützenbruder-schaft bereits seit 504 Jahren. Auch an diesem Tag hätte sie sicherlich wieder die traditionelle Mülheimer Gottestracht mit Schiffen auf dem Rhein begleiten wollen. Eine solche Teilnahme wurde dem Verein aber bereits 1937 aus politischen Gründen verboten. Diese Schiffsprozession, die auch gerne von den Riehlern angesehen wurde, sollte die letzte Veranstaltung dieser Art vor dem Krieg sein. Zehn Jahre dauerte es dann, bis am 16.6.1949 die erste Schiffsprozession nach dem Krieg wieder stattfinden konnte.


Mai 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Ausstellungsgelände in Riehl

Eröffnung Internationale Sportausstellung und Radrennbahn
Am 16.5.1889 öffnete die Internationale Sportausstellung auf dem Riehler Festplatz (heute Skulpturenpark) ihre Pforten. Zuschauer konnten hier die Neuigkeiten des Sports von der „Angelrute bis zum Luftschiff“ kennenlernen“, aber auch Rassetiere konnten begutachtet werden.
Im Zusammenhang mit dieser Sportschau wurde am 19.5.1889 die Radrennbahn eröffnet, die sich von der Riehler bis zur Stammheimer Straße erstreckte. Heute befinden sich auf dem Gelände das Urwaldhaus und der Elefantenpark. Die Radrennbahn war bis Anfang der 1950er Jahre in Betrieb.


Die Garthestraße erhält ihren Namen
Am 5.5.1905 wurde die Straße nach dem Schöpfer des Zoologischen Gartens, Dr. Caspar Garthe, benannt, der vom 15.7.1796 bis zum 21.1.1876 lebte und als Lehrer tätig war. Ein Denkmal im Zoo erinnert heute noch an seine Verdienste um die Gründung des Zoos.

Im Zoo wird das Vogelhaus eröffnet
Am 19.11.1899 wurde das Vogelhaus im russischen Stil – in Anlehnung an eine Basilikakathedrale – direkt neben der Direktorvilla eröffnet. Das nach dem Restaurant größte Gebäude im Zoo bot vielen Vogelarten ein Zuhause. Das Gebäude wurde in den letzten Jahren in das Südamerikahaus umgestaltet.


April 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Familien- und Mannschaftsgebäude der Kaserne Barbarastraße

Einzug der Feldartillerie in die Kaserne Barbarastraße
Von 1893 bis 1895 wurden die Kasernenbauten an der Ecke Amsterdamer Straße und Barbarastraße errichtet. Am 1.4.1895 nahm die Feldartillerie die neuen Gebäude in Benutzung. Die Anlage wurde 1899 nach Osten hin durch die sogenannte Fischer-Kaserne (nach dem Investor Fischer benannt) erweitert. Ein Teil dieser Gebäude besteht heute noch. Im gleichen Jahr wurden die dort stationierten Einheiten in „Bergisches Feldartillerieregiment Nr. 59“ umbenannt.

Die Esenbeckstraße erhält ihren Namen
Die Esenbeckstraße verläuft zwischen Riehler Gürtel und Riehler Tal und erhielt am 7.4.1910 ihren Namen. Hier können gleich zwei Botaniker und Naturphilosophen als Namensgeber herangezogen werden: Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck (1776-1858) und Theodor Friedrich Ludwig Nees von Esenbeck (1787–1837).

Das Ronald-Mc-Donald-Haus wird eröffnet
Zur Begleitung der Therapie wurde das Ronald-McDonald-Haus auf dem ehemaligen Parkplatz des Kinderkrankenhauses in 28-monatiger Bauzeit errichtet und am 16.4.2009 eröffnet. In 15 Appartements mit Gemeinschaftsräumen können jährlich bis zu 350 Eltern für die Dauer der akuten Behandlung ihrer Kinder wohnen.


März 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Evangelischer Betsaal im Haus J der Riehler Heimstätten

Evangelischer Betsaal in den Riehler Heimstätten
Im März 1929 erhielten die evangelischen Christen in den Riehler Heimstätten in einer ehemaligen Kantine des Infanterieregiments Nr. 65 ihr Gemeindezentrum, das durch einen eigenen Seelsorger der Kirchengemeinde Nippes betreut wurde. Im Krieg teilzerstört, wurde es ab 1956 wieder aufgebaut und diente bis zu seiner Schließung wegen Baufälligkeit im Jahr 1982 seiner Aufgabe.

Die Kaserne Barbarastraße wird wieder militärisch genutzt Nachdem die britischen Soldaten am 31.1.1926 Köln verlassen hatten und die Kasernen wegen der Entmilitarisierung der Rheinlande nicht durch deutsche Soldaten belegt werden durften, wurden die Kasernenbauten an der Barbarastraße als Notunterkünfte für obdachlose Kölner und für gemeinnützige Werkstätten genutzt. Lediglich der westliche Teil der Kaserne an der Amsterdamer Straße stand der Polizei zur Verfügung. Stillschweigend wurden die Kasernenbauten im Jahr 1936 von der „artfremden“ Nutzung befreit, so dass am 7.3.1936 im Rahmen der Remilitarisierung die Gebäude wieder durch das Artillerie-Regiment Nr. 52 belegt wurden, nachdem die deutsche Wehrmacht „unter dem Jubel der Bevölkerung in das linksrheinische Köln eingezogen war“. 

Riehl wird von der Zivilbevölkerung geräumt
Am 6.3.1945 begann der Kampf um Riehl. Die amerikanische Artillerie streute zahlreiche Granaten auf Riehl und am 7.3.1945 drangen amerikanische Panzer in Riehl ein, ohne auf nennenswerte Gegenwehr zu stoßen. Der Vormarsch kam wegen der zerstörten Mülheimer Brücke am Rhein zum Stocken. Am 18.3.1945 wurde Riehl auf Anordnung der Amerikaner von der Zivilbevölkerung geräumt. Diese Räumung dauerte bis zum 22.4.1945. Die Rückkehrer fanden ihre Wohnungen wegen des Beschusses und durch Ausplünderung in einem unbeschreiblichen Zustand vor.

Februar 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte


Karnevalslied von Willi Ostermann

„Et Stina muss 'ne Mann hann“
Das bis heute beliebte Karnevalslied von Willi Ostermann wurde zur Session 1909/1910 komponiert und die Liederkarte mit Text am 9.2.1910 verschickt. Das Lied erinnert in seiner dritten Strophe daran, dass in dieser Zeit nicht nur die Flora, sondern auch der „Zilonische“ für die Eltern ein beliebter Heiratsmarkt war, um „die Tochter unter die Haube zu bringen“. Im Hintergrund sind das Zoorestaurant, das Affenhaus und das Konzerthaus zu sehen.

Pfarrer Hans Encke erhält das Große Verdienstkreuz
Am 1.2.1966 überreichte der Kultusminister Prof. Mikat dem Stadtsuperintendenten Hans Encke am Tag seines Ausscheidens aus dem Dienst das vom Bundespräsidenten verliehene Große Verdienstkreuz. Er bezeichnete Encke als einen Mann der Diakonie mit starkem gesellschaftlichen Engagement. Hans Encke war seit 1925 Pfarrer in Riehl, ab 1945 Superintendent des Kirchenkreises Köln und ab 1964 Superintendent des Stadtkirchenverbands Köln.
 

Kurfürst Jan Wellem betreibt eine „fliegende Brücke“ (Gierponte)
Ursprünglich besaß der Graf von Berg um 1200 das Recht, Menschen und Waren gegen Entgelt von Mülheim über den Rhein nach Riehl zu setzen. Die Aufgabe übernahm ab 1268 die Abtei Altenberg. Seit dem 13.2.1700 betrieb der Kurfürst Jan Wellem mit einer Gierponte diesen Fährbetrieb. Bei der Gierponte wurde oberhalb der Fährstelle im Fluss ein Seil verankert, das von kleinen Booten bis zum eigentlichen Fährboot getragen wurde. Das Fährboot trieb dann durch geschicktes Steuern durch das fließende Wasser des Rheins von einer Seite zur anderen.

Januar 2014
Ein Blick in die Riehler Geschichte



Hochwasser in der Boltensternstraße

Hochwasser zum Jahreswechsel 1919/1920
Das Winterhochwasser zum Jahreswechsel 1919/1920 war sicherlich nicht das schlimmste Hochwasser, das Riehl je erlebte. Dennoch richtete der Wasserstand von 10,69 Meter (nach neuem Pegel) am 16.1.1920 starke Schäden in Riehl an. Insbesondere waren die Boltensternstraße und Teile der Riehler Straße überflutet und nur mit Kähnen passierbar. Durch die hier stationierten britischen Soldaten wurde dieses Naturereignis besonders intensiv dokume
ntiert.

Schützenbruderschaft St. Engelbertus
Am 6.1.1952 gründeten 18 Herren und eine Dame – nicht nur aus Riehl, sondern auch aus anderen Stadtteilen – die Schützenbruderschaft „Jan von Werth“. Am 16.3.1953 erfolgte dann die Umbenennung in „St. Engelbertus Schützenbruderschaft 1952 e.V. Köln Riehl“. Im gleichen Jahr wurde der „Riehler Schützenmarsch“ geschrieben. Traditionsgemäß steht der Schützenverein in enger Verbindung zur katholischen Gemeinde und ist aus dem Stadtteil Riehl nicht wegzudenken. Das Schützenfest ist für die Riehler Bevölkerung jährlich ein Höhepunkt. Nicht vergessen werden sollen die Jugendarbeit und das soziale Engagement des Vereins, z. B. für die Bewohner der „Riehler Heimstätten“, aber auch andere Unternehmen, die der Unterstützung bedürfen.


Riehl und Nippes bilden eine selbstständige Gemeinde
Zum 1.1.1886 bildeten die ehemaligen Ortsteile Nippes und Riehl, die seit der französischen Besetzung zur Gemeinde Longerich gehörten, eine eigenständige Gemeinde, die von dem Bürgermeister Wilhelm Eich geleitet wurde. Heute erinnert noch ein Straßenname an den damaligen Gemeindevorsteher, der von 1830 bis 1900 lebte.
Diese Selbstständigkeit sollte aber nicht lange dauern. Bereits am 1.4.1888 kam Riehl mit 25 weiteren Orten aus dem Umland im Rahmen einer Stadterweiterung zu Köln.


Was geschah sonst noch in Riehl?

Vor 100 Jahren (1914)

Die Mobilmachung zum 1.8.1914 führte in Riehl mit seinen vielen Kasernen zu chaotischen Zuständen. Es meldeten sich so viele Freiwillige bei ihren Einheiten, dass zunächst nicht alle berücksichtigt werden konnten. 60 000 Kölner wurden im ersten Weltkrieg eingezogen, von denen 15 000 auf den Schlachtfeldern starben.
Die Flora wurde als Truppenquartier und als Kriegertagesheim genutzt.
Auf der Mülheimer Heide, dem Gelände zwischen der Boltensternstraße und dem Rhein, wurden 15 000 Rinder als Notversorgung für die Kölner Bevölkerung gehalten.

Vor 75 Jahren (1939)

Die Ernennung von Jakob Clemens als Pfarrer der Gemeinde St. Engelbert in Riehl erfolgte bereits am 3.12.1938. Wegen einer Verletzung musste er zunächst im Krankenhaus behandelt werden, so dass er erst am 23.4.1939 sein Amt antreten konnte. Er führte die Gemeinde über die schwere Kriegszeit und durch die widrigen politischen Verhältnisse und leitete den Wiederaufbau der Gemeinde nach dem Krieg ein.
Am 23.5.1963 verstarb der sehr beliebte und engagierte Pfarrer Jakob Clemens.

Vor 50 Jahren (1964)

Nachdem zum 17.10.1963 die Riehler Heimstätten – heute Städtisches Senioren- und Behindertenzentrum Riehl ─ in das Eigentum der Stadt Köln übergegangen waren, öffnete sich der Weg für Modernisierung und Anpassung an die Bedürfnisse alter Menschen in dieser Einrichtung.
Eine der ersten Maßnahmen war 1964 der Abbruch der alten Kasernenmauer und Ersatz durch einen Gitterzaun, um das Heimgelände offener und einsehbarer zu gestalten.

Vor 25 Jahren (1989)

Anlässlich der 75-Jahr-Feier des Affenfelsens im Zoo wurde das 1914 errichtete Gehege bis zum 27.7.1989 denkmalgerecht saniert.
Zwischenzeitlich erweiterte man das Gehege um einige Klettergeräte für die Tiere.

Vor 10 Jahren (2004)

Am 18.1.1981 wurde der Karnevalsverein die „Löstige Havelmännche“ durch eine Hausgemeinschaft in Chorweiler gegründet. In Laufe der Jahre verlagerte sich der Verein nach Riehl und änderte im Februar 2004 seinen Namen und nannte sich nunmehr „K.G. Riehler Havelmännche vun 1981 e.V.“. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig im Vereinslokal „Em Jemötliche Eck“ und sie sind im Riehler Karnevalszug nicht mehr wegzudenken.

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Sollten Sie weitere interessante Daten aus der Riehler Geschichte kennen, würde ich mich freuen, wenn Sie mich unter der Telefonnummer 02202 – 21966 anrufen oder mir eine Mail senden an: Joachim.Brokmeier@t-online.de



Kreuzkapelle in der Stammheimer Straße um 1925

Dezember 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Das Gemeindezentrum Kreuzkapelle
Seit sich um 1900 in Riehl ein evangelisches Gemeindeleben entwickelte, plante man 1910 den Bau eines Gemeindehauses an der Stammheimer Straße 22. Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.11.1910, die Weihe des Betsaales am 3.12.1911. 1912 wurde ein Glockenturm aufgesetzt, der neben dem großen Basaltkreuz vor dem Haus den kirchlichen Ort dokumentiert. Mit dem Bau der Stephanuskirche und des Paul-Schneider-Hauses in der Brehmstraße wurde das Gemeindezentrum 1959 nach dort verlegt.
Das Haus Stammheimer Str. 22 steht seit 1983 unter Denkmalschutz und wird nun als Wohnhaus, der ehemalige Betsaal als Begegnungsstätte der evangelischen Gemeinde und das Untergeschoss für die jüdische Gemeinde genutzt.

Die Straßennamen der Fischersiedlung
Aal-, Angler-, Barben-, Fischer-, Karpfen-, Schleien- und Uferweg waren für viele Jahre die Namen der Straßen in der Fischersiedlung zwischen dem Kuhweg und dem Rheinufer, in der sich viele ausgebombte Kölner und Flüchtlinge behelfsmäßige Unterkünfte schufen. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Ausbau des Niehler Hafens erneut intensiv betrieben und die Behelfsunterkünfte und ihre Bewohner mussten weichen. Am 5.12.1968 wurden dann die Straßennamen der Siedlung aufgehoben.

Die wieder aufgebaute Flora wird eröffnet
Der zweite Weltkrieg hatte auch in der Flora verheerende Zerstörungen angerichtet. Viele alte und wertvolle Bäume und Pflanzen waren vernichtet. Aber auch das Floragebäude selbst war stark betroffen. Das markante Tonnengewölbe war eingestürzt und Teile der Fassade waren beschädigt. Dank der Initiative der Familie Driesch-Oebel konnte am 29.12.1949 das Floragebäude provisorisch wieder eröffnet werden. Hier fanden aber nicht nur Veranstaltungen und Karnevalssitzungen statt, auch die Tanzschulen nutzten den Raum für ihre Abschlussbälle.



Eingang zu den Riehler Heimstätten

November 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Eröffnung der Riehler Heimstätten
Nachdem die englischen Besatzungssoldaten 1926 die Riehler Kasernen verlassen hatten, standen diese leer. Gleichzeitig bestand eine dringende Notwendigkeit, alte, behinderte und wohnungslose Menschen in Köln adäquat zu versorgen. Entsprechend einem amerikanischen Modell errichtete man in den Kasernen Boltensternstraße eine „Altenstadt“ mit 800 altersgerechten Wohnungen, 550 Versorgungsheim- und 800 Pflegeheimplätzen. Am 1.11.1927 wurde die Einrichtung eingeweiht, die heute noch unter dem Namen „Städtisches Senioren- und Behindertenzentrum Riehl“ besteht.

Umbau Mülheimer Brücke beendet
Entsprechend dem erklärten Ziel der Stadtverwaltung und des Rates sollte durch bauliche Maßnahmen erreicht werden, dass der öffentliche Personennahverkehr einen Vorrang im Kölner Straßenverkehr erhielt. In diesem Rahmen wurde auch der Umbau der Mülheimer Brücke betrieben; die Straßenbahn erhielt einen separaten Gleiskörper, sodass sie auch bei den häufigen Staus während des Berufsverkehrs zügig die Brücke befahren und die Fahrgäste zeitnah an ihr Ziel bringen kann. Diese Arbeiten an der Brücke waren am 7.11.1976 abgeschlossen.

Riehler Postamt schloss nach fast 100 Jahren
Das Postamt Riehl eröffnete 1910 in der Stammheimer Str. 115 ein posteigenes Gebäude mit einem großen Schalterbereich und lag kundengerecht mitten im Einkaufszentrum von Riehl. Dieses Postamt war fast 100 Jahre bis ins Jahr 2007 für die Riehler Bürger da.Nach der Schließung am 13.11.2007 übernahm die Postagentur − leider an einer sehr abgelegenen Stelle − in der Straße Riehler Tal 13 die Aufgaben.



Kaserne der 24er Poiniere

Oktober 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Einzug des Pionier-Bataillons Nr.24 in die Kaserne Boltensternstraße
Das 2. Westfälische Pionier-Bataillon Nr. 24 wurde 1908 neu aufgestellt und fand zum 1.10.1908 in der neu errichteten Kasernenanlage an der Boltensternstraße seinen Standort. Die Kaserne umfasste zwei Mannschaftsgebäude für je zwei Kompanien, ein Wirtschaftsgebäude, ein Stabsgebäude, zwei Familienhäuser und ein Beamtenhaus. Die Exerzierhalle wurde gemeinsam mit dem daneben gelegenen 7. Pionier-Bataillon genutzt. Auch die Offiziere beider Einheiten besuchten das selbe Casinogebäude.

Bis vor wenigen Jahren wurden einige der Gebäude durch das Versorgungsamt genutzt.

Der Riehler Bürgerverein wünscht eine eigene Verwaltungsstelle
Der 200 Mitglieder umfassende Bürgerverein Riehl forderte lt. Zeitungsbericht vom 31. 10.1956 eine eigene Verwaltungsstelle der Stadtverwaltung in Riehl, um die weiten Wege zum Amt nach Nippes zu vermeiden. In dieser Sitzung wurde ─ leider erfolglos ─ die Wiedereingliederung des Geländes zwischen der Amsterdamer und Niehler Straße nach Riehl gefordert, weil dieses traditionell bis 1954 zu Riehl gehörte.

Der Kindergarten St.-Hermann-Josef im Tiergartenviertel
In den Jahren ab 1967 planten die katholische Gemeinde und der Architekt Gottfried Böhm einen Gemeindesaal mit Kindergarten, der dann von 1972 bis 1974 im Tiergartenviertel errichtet wurde. Durch seine eigenwillige Fassade aus Beton mit seinen Farbabsetzungen bildete dieses Gebäude einen interessanten Kontrast zu den rein funktionalen Wohnbauten der Siedlung.

Am 1.10.1974 erfolgte die Eröffnung des Kindergartens und am 15.12.1974 seine feierliche Einweihung.

In den Jahren um 2000 traten erhebliche Bauschäden auf. Da die Kosten der Sanierung nicht gesichert waren, mussten der Kindergarten geschlossen und das Gebäude 2007 abgebrochen werden. Damit ging dieser architektonische Blickpunkt der Tiergartensiedlung verloren. Heute steht auf diesem Grundstück das Altenwohnhaus „Paulinum“.

September 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Denkmal für den Zoogründer Dr. Caspar Garthe
Am 5.9.1886 wurde das Denkmal für den Naturforscher, Lehrer und Zoogründer Dr. Caspar Garthe (* 15.7.1796 t 21.1.1876) im Zoo aufgestellt. Es steht heute hinter dem Haupteingang auf der linken Seite vor der Gaststätte. Die Büste wurde durch den Bildhauer Anton Werres geschaffen.

Pfarrer Encke wird Superintendent
Der damalige evangelische Pfarrer in Riehl, Hans Encke (* 12.1.1896 t 2.8.1976), der seit 1925 die Riehler Gemeinde auch durch die schwere Kriegszeit führte, wurde am 18.9.1964 zum Stadtsuperintendenten des neu gebildeten Evangelischen Stadtkirchenverbands Köln gewählt.

Kriegsereignisse
Am 27. 9. 1944 wurde das als Hilfskrankenhaus genutzte ehemalige Pflegeheim P 2 im Gelände des Städt. Senioren- und Behindertenzentrums Riehl (damals „Riehler Heimstätten“) durch Bomben getroffen. 90 Menschen kamen bei dem Luftangriff um. Auf dem Grundstück steht heute das Haus AV.


Schiffbrücke mit Kassenhaus

August 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Das Brückengeld entfällt
Zum 1.8.1920 hob die Stadt das Brückengeld für die Rheinüberquerung auf. Der Übergang kostete bis dahin pro Person 4 Pfennig / Kinder 2 Pfennig. Nur an Kaisers Geburtstag war der Übergang frei.

Die geplante Erweiterung des Schwimmbades
Am 8.8.1961 berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger über die geplante Erweiterung des beliebten Riehler Schwimmbades an der Straße An der Schanz. Ein zweites Schwimmbecken, eine Gastronomie und ein Umkleidebereich sollten geschaffen werden. 1985 schloss zum Bedauern der Riehler Bevölkerung das Bad. Heute befinden sich hier das Gelände des ZAK (Zirkus und Artistikzentrum) und der Biergarten „Schwimmbad“.

Grundsteinlegung von Haus 2 im Städt. Seniorenzentrum Riehl
Am 15.8.2011 wurde der Grundstein für das Gebäude Nr. 39, heute Haus 2 genannt, im Gelände des Städt. Senioren- und Behindertenzentrums Riehl gelegt. Der Bau war im Februar 2013 fertig gestellt. Auf drei Etagen finden sechs Gruppen mit jeweils 13 bzw. 14 Bewohnerinnen und Bewohnern in familienähnlicher Atmosphäre ihr neues Zuhause.



Wattler's Fischerhaus, später Al' Dorale, heute leerstehend

Juli 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Wattler’s Fischerhaus
Wattler's Fischerhaus war die älteste Gaststätte in der „Goldenen Ecke von Köln“. Das Lokal wurde 1830 gegründet. Der Wirt warb anfangs mit seinen Fischgerichten und das Haus entwickelte sich in der Zeit bis 1930 zu einem beliebten Ausflugs- und Tanzlokal. Im Krieg wurde es teilzerstört und Anfang der 1950er Jahre neu aufgebaut. Am 1.7.1950 feierte es sein 120-jähriges Bestehen. Bis vor zwei Jahren wurde das Haus als „Ristorante Al' Dorale“ weitergeführt und liegt nunmehr still am Konrad-Adenauer-Ufer 115 unmittelbar neben der Zoobrücke.

Die Weltjugendherberge des Friedens
In einen ehemaligen Flakbunker wurde am 15.7.1950 die „Weltjugendherberge des Friedens“ am Niederländer Ufer (heute Konrad-Adenauer-Ufer und Ecke Elsa-Brändström-Straße.) eröffnet. Jugendliche aus vielen Ländern bauten den ehemaligen Bunker ehrenamtlich um, um hier eine Begegnungsstätte für junge Menschen auf der Durchreise zu schaffen. In den 80ger Jahren wurde die Jugendherberge zu klein, und ein Neubau wurde an der Straße An der Schanz 14 errichtet. Heute befinden sich in der ehemaligen Jugendherberge das Stiftungshaus des Skulpturenparks Köln und das Parkcafé.

Schule Garthestraße
Die erste katholische Grundschule in Riehl wurde in der Garthestr. 20 um 1902/03 errichtet. Sehr schnell wurde die Schule durch die Zunahme der Bevölkerung zu klein und ein Neubau entstand 1928 am gleichen Ort. Von diesem damals modernsten Schulgebäude Kölns hatten die Kinder nicht lange etwas. Bereits 1936 zog hier eine Postzensurstelle ein, und der Schulbetrieb wurde in die Baracken an der Esenbeckstraße verlegt. Das Schulgebäude in der Garthestr. 20 wurde im Krieg nicht stark beschädigt, so dass die Kinder am 23.7.1945 wieder die Schule nutzen konnten.



Die Rheinischen Draht- und Kabelwerke

Juni 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Schließung der Rheinischen Draht- und Kabelwerke
Am 14.6.1979 berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger, dass das ehemalige Rheinkabelwerk bis Mitte 1980 geschlossen werden solle, da der damalige Betreiber (die Firma SEL) wegen der veränderten Nachfrage das Werk nicht mehr wirtschaftlich führen konnte. Das 1910 ─ damals in Riehl ─ errichtete Werk lag durch die kommunale Neuordnung nun in Niehl, hatte aber für Riehl starke Auswirkungen, da viele Riehler hier beschäftigt waren. 1983 wurde auf dem Fabrikgelände ein Neubau für den Kölner Stadt-Anzeiger errichtet.

Das leichte Pionierbataillon 15 veranstaltet einen Tag der offenen Tür
Am 11.6.1977 bot das „Leichte Pionierbataillon 15“ der Bundeswehr auf dem Gelände der Riehler Aue und dem Rheinufer südlich der Mülheimer Brücke einen „Tag der offenen Tür“ mit feierlichem Gelöbnis an. Hier konnten nicht nur Waffen angesehen werden, die Pioniere organisierten auch Sturmbootfahrten und einen Fährverkehr nach Mülheim. Neben einem Eintopfessen gab es zudem Informationen durch den Wehrdienstberater zur Anwerbung von Nachwuchs.

Die Riehler Heimstätten erhalten einen Konzertplatz
Im Sinne einer zeitgemäßen Altenhilfe wurde beim Aufbau der Riehler Heimstätten darauf geachtet, dass nicht nur für Unterkunft, Verpflegung und Pflege für die alten Menschen gesorgt war. Vielmehr bot das Heimgelände mit seiner prächtigen Grünanlage Platz für Spaziergänge und Ruhebänke zum Verweilen an. Als besondere Bereicherung wurde am 26.6.1932 auf dem Platz zwischen Haus E und dem Haus P 3 (heute Sitz der SBK-Geschäftsleitung) ein Musikplatz eingerichtet, auf dem Platzkonzerte veranstaltet wurden.




Die Kunstausstellung in der Flora

Mai 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Deutsche Kunstausstellung in der Flora
Am 5.5.1906 öffnete die Deutsche Kunstausstellung in der Flora ihre Pforten und zeigte Werke zeitgenössischer Künstler. Hier wurden aber nicht nur Ausstellungsstücke präsentiert. Große Beachtung fanden auch die vielen Ausstellungsgebäude, die sich in die Parklandschaft der Flora einfügten. So schuf zum Beispiel Joseph Maria Olbrich den Frauenrosenhof, der heute noch nach einer Kriegszerstörung und nicht denkmalgerechtem Wiederaufbau als Grüne Schule besteht.


Eröffnung einer Filiale von Kaiser's Kaffee-Geschäft in der Rotterdamer Straße
Am 4.5.1961 eröffnete Kaiser's Kaffee eine Verkaufsfiliale in der Wohnsiedlung Tiergartenviertel in der Rotterdamer Str. 2, um die Bewohner der 930 Wohnungen zu versorgen. Dies war sehr wichtig, da das Wohngebiet keine direkte Anbindung an das Zentrum von Riehl hatte. Leider schloss die Filiale bereits am 28.12.1982 wieder und die Bewohner waren nun auf Geschäfte in der Innenstadt oder in Mülheim angewiesen.


Der zweite Weltkrieg in Riehl
Im Verhältnis zur Innenstadt waren die Kriegsschäden in Riehl etwas geringer. Dennoch waren viele Zerstörungen und Tote zu beklagen. Besonders schwer waren die Luftangriffe vom 31.5.1942 (das Floragebäude wurde zerstört), 17.6.1943 (die Entbindungsklinik Eldering wurde zerstört; 19 Tote), 27.9.1944 (das Pflegeheim 2 in den Riehler Heimstätten wurde getroffen; 90 Tote), 14.10.1944 (die Mülheimer Brücke stürzte ein). Kurz vor Ende des Kriegs wurde Riehl zum Kampfgebiet erklärt und vollständig evakuiert. Langsam kehrte nach Kriegsende die Bevölkerung zurück und am 8.5.1945 lebten bereits wieder 800 Einwohner in Riehl.

Die Seilbahnstation in Riehl (Foto: Peters)

April 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Eröffnung der Rheinseilbahn
Am 21.7.1955 beschloss der Rat der Stadt Köln als besondere Attraktion der Bundesgartenschau eine Rheinseilbahn zu bauen, die das Ausstellungsgelände mit dem Zoo und der Flora im linksrheinischen Köln verbinden sollte. Pünktlich zur Eröffnung der Bundesgartenschau am 26.4.1957 wurde die Seilbahn mit einer Fahrstrecke von 680 m und 44 Kabinen in Betrieb genommen und hat bis Ende 2005 mehr als 14 Millionen Menschen unfallfrei transportiert. Allein im Jahr 2011 waren es 428 000 Besucher.

Eingemeindung von Riehl nach Köln
Nachdem Kaiser Wilhelm I. am 20.2.1888 Köln die Erlaubnis zur Eingemeindung umliegender Orte gegeben hatte, wurde zum 1.4.1888 Riehl mit 25 weiteren Gemeinden in der Kölner Umgebung im Rahmen einer Stadterweiterung dem Stadtgebiet von Köln einverleibt, wodurch sich die Grundfläche von Köln um das zehnfache vergrößerte.

Die St. Engelbert-Kirche erhält eine Orgel
Am 11.4.1954 erhielt die St. Engelbert Kirche - zwanzig Jahre nach ihrer Eröffnung - eine Orgel. Es handelte sich um eine gebrauchte Konzertorgel der Fa. Walcker, die jahrelang als Unterhaltungsorgel gedient hatte und nun durch die Firma Seifert aus Köln zur Kirchenorgel umgerüstet worden war. Sie wurde am 11.4.1954 durch Kardinal Frings geweiht.


März 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Prof. Ernst Josef Kullmann wird neuer Zoo-Direktor
Am 14.3.1975 wird der anerkannte Spinnenforscher Prof. Ernst Josef Kullmann (*13.6.1931) Leiter des Kölner Zoos und folgt dem schwer erkrankten Zoo-Direktor Wilhelm Windecker, der aus gesundheitlichen Gründen das Amt niederlegen musste. In seiner Amtszeit legte Kullmann trotz beschränkter Geldmittel u. a. den Kinderzoo, die Biberburg und den Auslauf für die Wölfe an. Am Lemurenhaus schuf er die kugelförmigen Außenkäfige.
Der Aufsichtsrat des Zoos verjüngte sich nach dem Ausscheiden des Oberbürgermeisters Theo Burauen und am 15.7.1981 erfolgte dann auch der Wechsel in der Zooleitung. Prof. Dr. Gunter Nogge trat die Nachfolge an.
Prof. Kullmann starb am 6.5.1996 nach schwerer Erkrankung in Köln.

Torhäuser in der Flora
Als die Flora 1864 eröffnet wurde, stand sie der höheren Gesellschaft Kölns als „Botanischer Zier- und Lustgarten“ zur Verfügung und alle eintretenden Gäste mussten an den Torhäusern das Eintrittsgeld von 15 Silbergroschen bezahlen.
Ab 1.4.1919 war die Anlage für alle Besucher kostenfrei zugänglich und die Funktion der Torhäuser entfiel somit.
Im Krieg zerstört, wurden sie in den Jahren 1999 bis 2000 wieder aufgebaut, um die alte Eingangssituation zu rekonstruieren und am 19.3.2000 in einem Festakt eröffnet.
Heute finden in diesen beiden Häusern Kunstausstellungen statt.

Kirchenchor der St. Engelbert-Kirche
Am 25.3.2001 eröffnet der Kirchenchor Cäcilia der St. Engelbert-Kirche das 100ste Jubiläumsjahr mit einer Aufführung der Johannes-Passion von G. F. Händel.
Zwar hatte der Chor bereits 1897 einen Vorläufer, den „Riehler Männergesangverein“, der bei der Weihe der Notkirche am 7.11.1897 mitwirkte. Der Kirchenchor Cäcilia selbst wurde aber erst 1901 gegründet und feierte mit der Fahnenweihe 1926 sein 25-jähriges Bestehen.
Der Kirchenchor, der 2001 aus 22 Sängerinnen und 8 Sängern bestand, trägt immer noch intensiv zur Gestaltung des Gemeindelebens bei.

Februar 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Hochwasser in Riehl
Es begann als fröhliches Ereignis, als am 10. Januar 1784 der Rhein zufror und man von Köln nach Deutz den Fluss überqueren konnte, und endete als Katastrophe. Am 27.2.1784 brach das Eis auf, und eine Flutwelle von 12,60 m (nach heutigem Pegel) ergoss sich über die Orte am Rhein. Besonders wurde Mülheim betroffen. Hier brachen viele Gebäude unter den Wasser- und Eismassen zusammen. 63 Menschen ertranken in den Fluten. Auch Riehl wurde überspült. „Etliche 30 Menschen wurden in augenscheinlichste Gefahr versetzt, die drei Tage anhielt“. Das Wasser ergoss sich bis Nippes.

Riehler Heimstätten
Um die Probleme der wirtschaftlichen Not, Wohnungsnot, Altersarmut und des Platzmangels im ehemaligen Invalidenheim in der Quentelstraße zu bewältigen, beschloss die Stadtverordneten-versammlung am 15.2.1926 auf Anregung von Frau Dr. Herta Kraus den Bau einer „Altenstadt“ in den Kasernen Boltensternstraße, die später den Namen „Riehler Heimstätten“ führen sollte.

Luftangriff auf Riehl
Der Luftangriff vom 2.2.1943 war seit dem Mai des Jahres 1942 der schwerste Angriff auf Köln und dauerte von 20.45 bis 21.50 Uhr. Auf Riehl wurden auch Luftminen abgeworfen, die verheerende Schäden anrichteten. Im Polizeibericht an das Statistische Amt der Stadt Köln heißt es lapidar „Bombentreffer Wohnhäuser Garthestraße“.



Januar 2013
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Ausbau und Erweiterung der Riehler Straße
Am 25.1.1962 berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger über den Ausbau der Riehler Straße. Nachdem zu diesem Zeitpunkt der Ostteil der Riehler Straße fertig gestellt worden war und die Straßenbahn ihren eigenen Gleiskörper erhalten hatte, sollte nun mit dem Ausbau auf des Westteils begonnen werden. Die gesamte Breite der Straße einschließlich des Bahnkörpers wurde auf 35 Meter festgelegt. Hierzu musste die Zoomauer zurückgesetzt und der alte, markante, aber teilzerstörte Zooeingang abgebrochen werden. Der neue Zooeingang war zu der Zeit bereits im Bau. Der Hirsch vom alten Zooeingang wurde restauriert und fand eine neue Bleibe im Zoo neben dem Denkmal des Zoogründers Dr. Garthe.

Riehl kommt zum Stadtbezirk Nippes
Der Wahlausschuss der Stadt Köln teilte am 7.1.1975 Köln in neun Stadtbezirke auf (Innenstadt, Rodenkirchen, Lindenthal, Ehrenfeld, Nippes, Chorweiler, Porz, Kalk und Mülheim). Riehl kam zusammen mit den Stadtteilen Bilderstöckchen, Longerich, Mauenheim, Niehl, Nippes und Weidenpesch zum Stadtbezirk Nippes, der 112 000 Einwohner hat. Gleichzeitig wurde die Stadtteilgrenze von Riehl neu geschnitten und Riehl endet nun im Norden im Verlauf der Gürtelbahn.

Pfarrer Encke geht in den Ruhestand
Im Oktober 1925 trat Hans Encke als Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Riehl, die damals noch mit Nippes zusammengeschlossen war, seinen Dienst an. 1930 gründete er ein Arbeitslosenhilfswerk in Riehl und kümmerte sich um den Bau von Sozialwohnungen. Von 1933 bis 1945 war er der Vertrauensmann der „Bekennenden Kirche“ und trat mutig gegen die Naziherrschaft an, weswegen er 1937 kurze Zeit in Haft verbringen musste. 1946 wurde er Superintendent für das Stadtgebiet Köln. Am 12.1.1966 wurde er 70 Jahre alt und ging Ende Januar in den Ruhestand. Am 1.2.1966 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Am 2.8.1976 verstarb der bei den Riehlern beliebte Seelsorger in Frechen.


2013 - Was geschah sonst noch in Riehl

Vor 100 Jahren (1913)
1840 wurde vor den Toren von Köln die Chemische Fabrik Wöllner in Riehl gegründet. Sie stellte Soda und Salpetersäure her. Das Firmengelände lag etwa dort, wo sich heute die Star-Tankstelle an der Riehler Straße 198 (240) befindet, reichte bis zum Rhein und östlich bis in die heutige Straße An der der Schanz.
1881 übernahm die Fa. Weiler ter Meer aus Ehrenfeld die Fabrik, die sich 1889 mit den Chemischen Fabriken in Uerdingen (später Bayer-Konzern) zusammenschloss. Bis zu ihrer Schließung und der Verlagerung der Produktion nach Krefeld-Uerdingen 1913 wurde in Riehl weiterhin produziert.
Durch den Bau der heutigen Straße An der Schanz wurden die Gebäude um 1930 niedergelegt.

Vor 75 Jahren (1938)
Die Wirtschaftsvereinigung der Bauindustrie eröffnete am 21.6. 1938 in Riehl an der Boltensternstraße 84 eine Lehrbaustelle mit 80 Ausbildungsplätzen. Die Anschrift wurde später in Flemingstr. 4 - 6 geändert.
Nach der kriegsbedingten Unterbrechung wurde diese Ausbildungsstätte 1947 wieder eröffnet und stufenweise auf 200 Plätze erweitert. Da eine weitere Ausdehnung in Riehl nicht möglich war, wurde das Ausbildungszentrum 1980 nach Kerpen verlegt.
Das Grundstück gehört seit 1975 zu Niehl; in den Gebäuden befindet sich heute eine städtische Tageseinrichtung für Kinder.

Vor 50 Jahren (1963)
Am 3.12.1938 wurde Jakob Clemens, *14.12.1890, zum Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Engelbert in Riehl ernannt. Wegen einer Erkrankung konnte er aber erst am 23.4.1939 seinen Dienst aufnehmen. Er leitete die Gemeinde in der sehr schwierigen Kriegszeit umsichtig und fördert insbesondere die kirchliche Jugendarbeit, obwohl dies im damaligen politischen Umfeld nicht gerne gesehen wurde. Trotz der schweren Kriegszerstörung der Kirche wurden die Gottesdienste weitergeführt. Pfarrer Clemens pflegte einen sehr engen Kontakt zu Kardinal Frings, der dann zu Silvester 1946 in der Kirche St. Engelbert seine allseits beachtete Predigt hielt, in der er unter bestimmten Voraussetzungen den Menschen das Recht einräumte, sich Sachen zum Überleben anzueignen. Davon leitete sich der Begriff „fringsen“ ab. Am 23.5.1963 verstarb Jakob Clemens nach 25-jährigem engagierten Wirken in der Gemeinde.

Vor 25 Jahren (1988)
Am 29.7.1988 brach ein Grizzlybär im Kölner Zoo aus seinem Gehege aus. Er hatte einen Baumstamm aus der Verankerung gerissen, diesen in den Wassergraben bugsiert und auf dieser so entstandenen Brücke das Gehege verlassen. Nach der Räumung des Zoos mussten Pfleger das Tier zur Gefahrenabwehr erschießen.

Vor 10 Jahren (2003)
Im Städtischen Senioren- und Behindertenzentrum Riehl (früher Riehler Heimstätten) wurde am 15.7.2003 der Grundstein für den Neubau des Hauses Ginkgo auf dem ehemaligen Gelände des Hauses V1 / P7 gelegt. Hier wurden 24 Plätze in vier Wohngruppen für chronisch kranke ältere Menschen errichtet. Bereits am 3.12.2003 konnte das Richtfest gefeiert werden, und am 16.11.2004 fand die offizielle Eröffnung des Hauses statt.

Sollten Sie weitere interessante Daten aus der Riehler Geschichte kennen, würde ich mich freuen, wenn Sie mich unter der Telefonnummer 02202 – 21966 anrufen oder mir eine Mail senden: Joachim.Brokmeier@t-online.de


2012



Dezember 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Straßen in der Tiergartensiedlung
Die Kölner Verkehrsbetriebe gaben aus Platzmangel das alte Betriebsgelände zwischen der Riehler Straße, dem Niederländer Ufer, der Tiergartenstraße und der Straße An der Schanz Mitte der 1950er Jahre auf. Das Bahnhofsgelände und die Schrebergärten wurden abgeräumt und die Baugesellschaft „Neue Heimat“ errichtete hier die Tiergartensiedlung – auch Ford-Siedlung genannt – mit etwa 930 Wohnungen. In diesem Zusammenhang wurden drei neue Straßenzüge erschlossen, die am 12.12.1957 ihre Namen erhielten.
Rotterdamer Straße (benannt nach der bedeutenden Hafenstadt in Holland)
Leidener Straße (benannt nach der holländischen Universitätsstadt)
Delfter Straße (benannt nach der Stadt in Holland, die durch ihre blauweiße Gebrauchskeramik berühmt wurde).

Aquarium im Kölner Zoo
Nach dem Beschluss des Rates der Stadt Köln vom 14.12.1967 sollte als Ergänzung für die Bundesgartenschau am Zoo ein Aquarium mit Terrarium und ein Insektarium errichtet werden. Die Kosten wurden mit 6,7 Mill. DM veranschlagt. Hier wurde eine der modernsten Anlagen dieser Art in der Welt geschaffen. Von daher verwundert es umso mehr, dass der offizielle Führer durch die Bundesgartenschau 1971 das Haus nicht erwähnt.

DEVK-Versicherung
Am 12.12.1974 erteilte das Bauaufsichtsamt der Stadt die Abrissgenehmigung für die Häuser Tiergartenstr. 4, 6 und 10. Damit wurde der Weg zum Bau des Versicherungsgebäudes zwischen der Tiergarten- und der Riehler Straße, dem Niederländer Ufer und der Rheinseilbahn frei und mit der Planung des Neubaus konnte begonnen werden. Genau 10 Jahre später − im Dezember 1984 − bezogen etwa 1400 Mitarbeiter der Versicherung ihre neuen Arbeitsplätze.


November 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Bärenfreianlage
Der alte Bärenzwinger konnte bereits zur Zooeröffnung 1860 in Betrieb genommen werden und war wegen seiner massiven Bauweise in Ziegel, den Zinnen und Rundbogen sowie der Galerie für Besucher baulich sicherlich eine Attraktion. Aus Sicht der artgerechten Tierhaltung aber völlig ungeeignet, da den Tieren in den engen Käfigen eine tiergerechte Bewegung nicht möglich war.
Im November 1967 wurde mit dem Bau einer neuen Freianlage für die Bären begonnen, um dieser Tiergruppe in seiner Haltung gerecht zu werden. Am 16.5.1969 wurde das neue Gehege in Betrieb genommen.

Schule Brehmstraße
Die evangelische Volksschule an der Stammheimer Straße platzte wegen der Zunahme der Bevölkerung in Riehl und wegen des höheren Anteils an evangelischen Christen durch die Flüchtlinge aus allen Nähten. An der Brehmstraße wurde ein Neubau errichtet und am 1.4.1959 konnten die ersten 10 Klassen die neuen Räume beziehen. Der zweite Bauabschnitt wurde dann am 27.11.1962 bezogen.
Heute befindet sich in den Schulgebäuden die Sekundarstufe der Gesamtschule Nippes. Die spätere Nutzung als Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache ist geplant.

Gedenktafel zur Predigt von Kardinals Frings
Am 8.November 1983 wurde die von Heribert Kreiten geschaffene Gedenktafel an der Kanzel der Kirche St. Engelbert angebracht. Auf dieser Kanzel predigte Kardinal Josef Frings zu Silvester 1946 und verkündete unter anderem der notleidenden Bevölkerung in der unmittelbaren Nachkriegszeit:
Wir leben in Zeiten, da in der Not auch der Einzelne das wird nehmen dürfen, was er zur Erhaltung seines Lebens und seiner Gesundheit notwendig hat, wenn er es auf andere Weise, durch seine Arbeit oder durch Bitten nicht erlangen kann.“
Unter großzügiger Auslegung prägte der Kölner Volksmund das Wort „fringsen“, wenn es ums „Klütten Klauen“ ging.


Oktober 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Der Schimpanse Petermann im Kölner Zoo
1950 kam der Schimpanse „Petermann“ als Kleintier in den Zoo. Entsprechend dem damaligen Zeitgeist wurde der Menschenaffe Petermann wie ein Mensch aufgezogen. Er lernte vom Teller zu essen, wurde angezogen, lernte Fahrrad fahren und allerlei Kunststücke zu zeigen. Er war so der auserkorene Liebling der Zoobesucher und ein Fernsehstar.
Diese nicht artgerechte Haltung des Tieres rächte sich. Er zeigte später Verhaltensauffälligkeiten, wurde apathisch und auch aggressiv.
Als Zoodirektor Nogge am 9.10.1985 das ehemalige Vogelhaus betrat, in dem der Schimpanse mit seiner Partnerin Susi lebte, stellte er fest, dass die Tiere ausgebrochen waren. Der Schimpanse fiel den Zoodirektor an und verletzte ihn schwer. Beide Tiere mussten erschossen werden, da sie nicht mehr eingefangen werden konnten.


Die Bundesgartenschau 1971
Am 29.4.1971 eröffnete die Bundesgartenschau in Köln ihre Pforten. Nicht nur im Rheinpark in Deutz wurden Blumen und Pflanzen gezeigt, auch die linksrheinische Riehler Aue gehörte zum „Festival in Köln“. Beide Teile waren mit einem Fährboot verbunden, und in Riehl lag der Schwerpunkt der Ausstellung mit den Mustergärten, dem Mittelmeergarten und dem Wohngarten mit Sauna. Außerdem interessierten das Publikum die Containerpflanzen und die Grabbepflanzungen. Eine selbsttragende 13 m hohe orangefarbene Halbkugel diente als Vortragsraum. Das weitläufige Gelände wurde durch die Blumenbahn verbunden. Die Vorbereitung des Geländes zwischen dem Damm und der Straße An der Schanz war sehr aufwändig. Da die Riehler Aue tiefer als die Dammkrone lag, musste zunächst die Fläche aufgeschüttet werden, um das Höhenniveau zu erreichen, das wir heute kennen.
Nördlich der Mülheimer Brücke erstreckte sich das Gelände des Kölner Tivoli, das nach der Schau als größte Freizeitanlage Deutschlands weiter geführt werden sollte, tatsächlich aber nur bis 1976 Bestand hatte. Am 24.10.1971 schloss die Gartenschau nach einer erfolgreichen Zeit.

Innere Kanalstraße von der Amsterdamer bis zur
Riehler Straße

Im Verlauf des inneren Grüngürtels wurde im Halbkreis um das linksrheinische Köln eine Straße zur Entlastung des Innenstadtverkehrs geplant. Bereits 1928 erhielt das erste Teilstück zwischen Luxemburger und Aachener Straße den Namen „Innere Kanalstraße“.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Ausbau der Straße wegen der beabsichtigten Nordbrücke weiter betrieben. Am 18.12.1952 wurde der Abschnitt zwischen der Amsterdamer und Riehler Straße fertig gestellt, und die Autofahrer hatten somit einen Anschluss an die Innenstadt und an die Mülheimer Brücke ins Rechtsrheinische.

September 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

27.9.1963 Ev. Freikirchliche Gemeinde/Kirche am Zoo eröffnet
Bereits seit 1907 besteht diese Kirchengemeinde in Köln. Sie hatte ihren ursprünglichen Sitz an der Dagobertstraße. Durch den Bau der Nord-Süd-Fahrt ging das Grundstück verloren und die Gemeinde fand eine neue Bleibe an der Boltensternstr. 37. Die Lage war hier günstig, denn da es sich um eine überregionale Kirche handelt, benötigt sie eine gute Verkehrsanbindung.
Von 1957 bis 1963 wurde das Haus mit viel Eigenleistung der Gemeindemitglieder weitgehend errichtet und am 27.9.1963 feierlich im Rahmen einer Glaubenskonferenz eröffnet.
Besonderen Wert legt die Gemeinde auf einen generationsübergreifenden Zusammenhalt.
Zum 1.1.2012 gab sich die Gemeinde den Namen „Kirche am Zoo“.

7.9.1990 Gedenkstein Hauchecorne im Zoo vorgestellt
Der Gedenkstein erinnert an den Zoodirektor Friedrich Hauchecorne (1929 - 1938), der bei einem Jagdunfall im Januar 1938 ums Leben kam. Zunächst stand der Stein in der „Escher Bürge“ bei Jülich, dem Unfallort. Als man dort begann, nach Braunkohle zu graben, wurde er dem Kölner Zoo angeboten. Am 7.9.1990  wurde der Gedenkstein im Zoo der Öffentlichkeit vorgestellt. Er steht unmittelbar neben dem Denkmal von Dr. Garthe.

8.9.1951 Mülheimer Brücke eingeweiht
Nicht lange hatte die alte Mülheimer Hängebrücke ihren Dienst getan.1929 errichtet, wurde sie bereits im Oktober 1944 bei Luftangriffen zerstört. Schnell musste nach dem Krieg diese wichtige Verkehrsanbindung wieder hergestellt werden. Von 1949 bis 1951 wurde die Brücke nach Plänen des Architekten Riphahn für einen Betrag von 12 Millionen DM wieder aufgebaut.
Am 8.9.1951 erfolgte die Einweihung wiederum durch Konrad Adenauer, aber diesmal in seiner Funktion als Bundeskanzler.
1976 erlebte die Brücke einen wichtigen Umbau. Es wurde ein separater Gleiskörper für die Straßenbahn geschaffen, um deren Vorrang zu sichern. 2015 soll die Vorflutbrücke erneuert werden. Hier liegt ein dringender Sanierungsbedarf vor.


August 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

16.8.1953 Der Engelbertbau wird geweiht
Auf dem Eckgrundstück Stammheimer Straße / Riehler Gürtel wurde 1898 die erste Riehler Kirche „St. Engelbert“ errichtet, nachdem der Fabrikant Hilgers der Gemeinde das Grundstück geschenkt hatte. Bald war diese Kirche für die stark wachsende katholische Gemeinde Riehl zu klein und 1931/32 wurde die neue St. Engelbert Kirche an der Ecke Riehler Gürtel / Garthestraße errichtet.
Die alte Kirche hatte nun keine Bedeutung mehr für die Gemeinde. Sie wurde entweiht und der Schreiner Hansen übernahm Kirche und Pfarrhaus. Er richtete hier eine Schreinerei ein, die im zweiten Weltkrieg zerstört wurde.
Auf dem enttrümmerten Gelände entstand ein Wohnhaus, der “Engelbertbau“, an der Stammheimer Str. 98 / Riehler Gürtel 2-4. Das Gebäude wurde am 16.8.1953 geweiht. Heute befinden sich hier Geschäfte (z.B. Metzgerei, Bestatter usw.) und Wohnungen.


22.08.1961 Die Fischersiedlung wird abgerissen
Das Gelände zwischen der Boltensternstaße und dem Rhein nördlich des Städtischen Senioren- und Behindertenzentrums Köln Riehl (Riehler Heimstätten) wurde zu Militärzeiten als Schießstand genutzt. Nachdem die Engländer 1926 abgezogen waren, lag das Gelände brach und die ersten Schrebergärten und Wohnhäuser entstanden hier.
Nach dem Ende des Krieges herrschte in Köln große Wohnungsnot und viele ausgebombte Kölner und Flüchtlinge fanden hier ein neues Zuhause.
Ende der 50er Jahre wurde der seit vielen Jahrzehnten geplante Ausbau des Niehler Hafens neu diskutiert und der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete am 22.8.1961 über den Abriss der Fischersiedlung. In diesem Artikel war zu lesen, wie viele persönliche Härten die Auflösung der Behelfssiedlung nach sich zogen, weil die Pächter ihre Gärten, aber auch Wohnhäuser, aufgeben mussten, die sie mit hohem Aufwand errichtet hatten.


11.8.1994 Fernsehsender „Silberdistel“ geht auf Sendung
Die „Silberdistel“ geht am 11.8.1994 als TV-Station für die Bewohner des Senioren- und Behindertenzentrums Köln Riehl auf Sendung. Das Programm kann nur von den Bewohnern der Einrichtung per Kabelanschluss empfangen werden und bietet Informationen aus dem Leben in der Einrichtung. So werden Ausflugsfahrten und Veranstaltungen im Festsaal dokumentiert. Das ist besonders wichtig für die Bewohner, die gesundheitlich nicht in der Lage sind, an solchen Aktionen teilzunehmen. Weiterhin werden Reportagen über Köln und den Stadtteil Riehl angeboten. Aber auch wichtige Heiminformationen kommen nicht zu kurz.

Juli 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

12.7.1961 Schiffstour für die Bewohner der Riehler Heimstätten
Am Mittwoch, dem 12.7.1961 machten sich 900 Bewohner und Bewohnerinnen der Riehler Heimstätten auf den Weg zur Schiffsanlegestelle an der Hohenzollernbrücke. Für die Gehbehinderten standen Busse bereit, die auf einen Rollstuhl angewiesenen Bewohner wurden von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie Ehrenamtlern über die Rheinuferstraße zum Motorschiff „Berlin“ geschoben. Pünktlich um 10.00 Uhr startete das Schiff und fuhr bis Linz, wo es ohne Halt drehte und wieder zurück nach Köln fuhr. Die Verpflegung auf dem Schiff war gut. Es gab zwischendurch ein warmes Essen. Und manch einer genoss ein Glas des leckeren Rheinweins.
Erschöpft und voller neuer Eindrücke kamen die Bewohner und Bewohnerinnen wieder in den Riehler Heimstätten an.

15.7.1954 Neue Stadtteilgrenzen von Riehl
Am 15.7.1954 beschloss der Rat der Stadt Köln die Neufestlegung der Stadtteilgrenzen. Hiervon war auch Riehl betroffen. Im Süden wurde die Grenze von der heutigen Elsa-Brändström-Straße zur Frohngasse verlegt, so dass der heutige Skulpturenpark und die damalige Jugendherbergezur Neustadt-Nord kamen.
Im Norden wurde die Grenze von der Friedrich-Karl-Straße bis zur Pasteurstraße zurückgenommen, so dass die Land- und Seekabelwerke und der Busbahnhof Nord ab diesem Zeitpunkt zu Niehl gehörten.

6.7.1982 Baubeginn des DEVK-Gebäudes
Am 6.7.1982 war der Baubeginn für den Gebäudekomplex der Deutschen-Eisenbahn-Versicherungs-Kasse Köln (DEVK). Hierfür mussten zunächst die Häuser der Stadtseite an der Tiergartenstraße niedergelegt und das Gelände zwischen der Tiergartenstraße und der Seilbahn geräumt werden. Durch diese Maßnahme ging auch die im Krieg wenig zerstörte eindrucksvolle Villa Wirtz am Niederländer Ufer 65/67 verloren.
Die DEVK entwickelte sich zu einem der großen Arbeitgeber in Riehl mit 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie deckt viele Bereich des Versicherungswesens ab, wie z.B. Kfz-Versicherung, Hausratsversicherung, Unfallversicherung usw.
Markant ist auf dem Dach des Gebäudes die von HA Schult geschaffene Weltkugel, die insbesondere bei Dunkelheit das Gebäude von weitem erkennen lässt.


Juni 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

19.6.1952 Hotel Schäfer wird eröffnet
Bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg befand sich in der Riehler Str. 225 die Gaststätte „Zur Mülheimer Brücke“ des Besitzers Teves. Der Gaststättenbesitzer Herr Schäfer, der in der gleichen Straße den heutigen Monheimer Hof betrieb, errichtete in der Riehler Str. 225 einen Neubau als Hotel, Restaurant und Schänke, der am 19. Juni 1952 eröffnet und bis in die 70er Jahre betrieben wurde. Nach vielen Jahren des Leerstands und der Zwischennutzung wurden nunmehr in diesem Gebäude Wohnungen und für das Autohaus Nord eine Verkaufsfläche für Autos geschaffen.

8.6.1976 Versorgungsärztliche Untersuchungsstelle
wird aufgelöst

In den Jahren 1955/56 wurde auf dem Gelände des Versorgungsamtes Köln an der Boltensternstraße eine versorgungsärztliche Untersuchungsstelle errichtet, die dann am 13.7.1956 eingeweiht werden konnte. Hier untersuchten und betreuten Fachärzte vorwiegend Kriegsversehrte. Gleichzeitig erfolgte eine Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln, so dass die Folgen der Kriegsverletzungen fachgerecht gemildert werden konnten. Bereits am 8.6.1976 konnte diese Dienststelle aufgelöst werden und das Gebäude wurde anderen Zwecken des Versorgungsamtes bzw. der Nachfolgeeinrichtung zugeführt.

6.6.1984 Feierliche Übergabe des Bundesverwaltungsamtes
Auf dem Gelände an der Amsterdamer- und Barbarastraße befand sich ab 1893 die Kaserne des Feldartillerie-Regiments Nr. 59. Bis auf eine Zwischennutzung durch englische Soldaten, Polizei und eine Notunterkunft waren die Baulichkeiten bis 1945 dem Militär vorbehalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die noch intakten Gebäude wieder als Notunterkunft und für Kleingewerbe zur Verfügung gestellt. In den 60er Jahren wurden die Gebäude der Barbarakaserne – nicht aber der Fischerkaserne – abgebrochen, und das nun freie Gelände wurde für den Neubau des Bundesverwaltungsamtes zur Verfügung gestellt. 1979 begann man mit der Planung. Das Haus konnte am 6.6.1984 feierlich übergeben werden und nimmt seither vielfältige Aufgaben verschiedener Bundesministerien auf kommunaler Ebene wahr.


Mai 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

16.5.1953 Riehler Freibad bekommt neue Filteranlage
Riehl hatte eine lange Freibadtradition. Bereits  1902 befand sich südlich der Mülheimer Schiffsbrücke unmittelbar am Rhein das „Schwimm-, Licht-, Luft- und Sonnenbad“ des Herrn Hufendieck. Durch den Bau der Mülheimer Brücke und die Schaffung des Vorflutgeländes musste er dieses Bad aufgeben und fand einen neuen Platz an der Ecke Boltensternstraße, An der Schanz und Riehler Straße, wo sich heute das Artistikzentrum „ZAK“ befindet.
1934 übernahm das Bad den danebenliegenden Bahnhof der Rheinuferbahn, die nach kurzer Zeit wieder eingestellt wurde, als Wirtschaftsgebäude. Nach dem Krieg wurde 1950 das erste Schwimmbecken wieder eröffnet und am 16.5.1953 erhielt das Bad eine neue Garderobe und ein Filterhaus. 1960 übernahm die Stadt Köln das Freibad und errichtete 1970 den neuen Wirtschaftsbau, in dem sich heute ein Biergarten befindet. 1985 musste das Bad wegen mangelnder Rentabilität geschlossen werden.

4.5.1961 Lebensmittelgeschäft eröffnet in der Tiergartensiedlung
In den Jahre von 1956 bis 1959 wurde die Tiergartensiedlung auf dem ehemaligen Gelände des Nordbahnhofs in dem Gebiet Riehler Straße, Niederländer Ufer, Tiergartenstraße und An der Schanz errichtet. Hier baute die Gesellschaft „Neue Heimat“ 930 Wohnungen. Anfänglich war keine Infrastruktur vorhanden. Am 4.5.1961 eröffnete Kaisers eine Filiale in der Rotterdamer Str. 2, die aber wegen mangelnder Nachfrage bereits am 28.12.1982 wieder geschlossen wurde. So wie damals gibt es heute in der Siedlung keine Geschäfte, obwohl in den letzten Jahren zusätzlich noch ein Altenwohnhaus errichtet wurde. Der Weg zum Einkaufszentrum in Riehl ist sehr weit und es besteht keine direkte Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

7.5.1985 Urwaldhaus im Zoo wird eröffnet
Am 7.5.1985 eröffnete der Zoo ein neues Haus für Menschenaffen, in dem neue Wege der Tierhaltung verfolgt wurden. Durch große Freianlagen und dschungelartige Bepflanzung sollte eine artgerechte Haltung der Tiere ermöglicht werden. In Kletterbäumen, Netzen, an Seilen und Wasserstellen fanden die Tiere Beschäftigung. Durch die tierischen Aktivitäten findet das Haus auch bei den Besuchern einen großen Anklang.


April 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

26.04.1961 Eröffnung des Blumengroßmarktes
Ein Beispiel für die überregionale Bedeutung von Riehl ist der Blumengroßmarkt, der alle Blumenhändler in Köln und Umgebung beliefert. Am 26.4.1961 öffnete der Großmarkt in einem Neubau seine Pforten in der Barbarastraße 69. Schnittblumen, Topf-, Beet- und Balkonpflanzen sowie Zubehör und Floristenbedarf bieten für Händler und Gärtner aus dem Kölner Raum 70 Großhändler, einige aus Holland, morgens von 6.00 bis 9.00 Uhr an.

29.04.1971 Das Aquarium am Zoo wird der Öffentlichkeit übergeben
Bereits 1957 wurde in einer Denkschrift der Bau eines Aquariums ins Auge gefasst. Im Zusammenhang mit der Planung der Bundesgartenschau wurde dann erneut das Projekt aufgegriffen, um auch linksrheinisch einen attraktiven Schwerpunkt für die Besucher zu schaffen. Am 29.4.1971 konnte dann das Aquarium eröffnet werden und bot in 45 Becken, zwei großen Panoramabecken und zwei Flachbecken den Lebensraum für die Wassertiere. Im oberen Stockwerk des Hauses wurde ein Insektarium eingerichtet.

27.04.2006 Die Schule Stammheimer Straße nimmt den Betrieb wieder auf
Die 1888/89 errichtete Schule in der Stammheimer Straße wurde ab 1903 als evangelische Volksschule genutzt, bis die Schüler 1961 in die neuen Gebäude in der Brehmstraße umzogen. Anschließend besuchten die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Garthestraße die Unterrichtsräume. 1970 wurde in dem Schulgebäude die Montessori-Grundschule als Außenstelle der Schule Gilbachstraße untergebracht. Das Gebäude war aber dringend sanierungsbedürftig und wurde ab Ende der 90er Jahre sehr zeitaufwändig restauriert, weil immer wieder neue Bauprobleme auftraten. Am 27.4.2006 konnte endlich der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.


März 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

März 1976 Die Aufbauten des Tivoli-Parks werden abgetragen
Als Ergänzung zur Bundesgartenschau in Köln 1971 wurde in den Rheinwiesen nördlich der Mülheimer Brücke ein Vergnügungspark geplant. Er sollte der größte Deutschlands werden und dauerhaft in Riehl angesiedelt sein. Zudem wollte man an die Tradition der „Goldenen Ecke“ anknüpfen. Bedingt durch die hohen Preise und die ungünstige Lage wurde der Platz nicht wie erwartet von der Bevölkerung angenommen, so dass 1975 die Schließung durch die Stadt Köln betrieben wurde. Der Veranstalter ging zum 1.8.1975 in Konkurs. Im März 1976 wurde mit dem Abbau der Fahrgeschäfte und Buden begonnen.
So endete der Versuch, aus Riehl wieder eine attraktive Vergnügungsmeile zu machen.

20.3.1960 Sparkasse der Stadt Köln bezieht neues Haus
Die Sparkasse der Stadt Köln (heute Sparkasse Köln Bonn) hat in Riehl eine lange Tradition. Am 18.6.1928 eröffnete die Sparkasse ihre ersten Schalterräume im Haus Riehler Gürtel 1. Nach dem Krieg reichten die Räumlichkeiten nicht mehr aus und gegenüber in der Stammheimer Str. 92 – 94 wurde ein Neubau errichtet, der ab dem 20.3.1960 den Kunden der Sparkasse zur Verfügung stand. Das Gebäude stellt für das Riehler Zentrum einen städtebaulichen Akzent dar.

14.3.1975 Professor Kullmann wird als neuer
Zoodirektor berufen

Prof. Dr. Ernst Josef Kullmann (* 13.6.1931; † 6.5.1996) trat am 15.7.1975 sein Amt als achter Zoodirektor in Köln an. Der ausgewiesene Fachmann für Spinnenforschung wollte sehr engagiert die „Flickschusterei im Zoo“ beenden und forderte deutlich mehr Mittel für die Sanierung, um eine artgerechte Tierhaltung zu ermöglichen. Das Lemurenhaus mit seinen kugelförmigen Gehegen, ein großer Auslauf für die Wölfe und ein Kinderzoo entstanden nach seinen Ideen. Bereits nach sechs Jahren wurde er am 15.7.1981, nachdem sein Vertrag nicht verlängert worden war, durch Professor Dr. Gunther Nogge abgelöst.


Februar 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

24.2.1950 50-jähriges Bestehen der Gemeinde St. Engelbert
Am 5.3.1896 übereignete der Fabrikant Wilhelm Hilgers, der an der heutigen Riehler Straße eine Pechfabrik besaß, der katholischen Gemeinde Nippes ein Grundstück an der heutigen Ecke Stammheimer Straße und Riehler Gürtel mit der Auflage, dass in Riehl eine katholische Kirche errichtet werden sollte. Heute erinnert die Engelbert-Statue an der Fassade des Hauses Stammheimer Str. 98 (am Riehler Plätzchen) an den ehemaligen Standort der Kirche, die 1897 fertig gestellt wurde.
Am 24.2.1900 wurde in Riehl ein Rektorat als Bestandteil der katholischen Gemeinde in Nippes gegründet. Somit entstand die erste Riehler Gemeinde, die dann 1903 zu einer eigenständige Pfarre erhoben wurde. Am 24.2.1950 feierte die Gemeinde St. Engelbert dieses Ereignis.

22.2.1963 Die Zoobrücke erhält ihren Namen
1962 beschloss der Rat der Stadt Köln den Bau einer „Nord“-Brücke als Verlängerung der Inneren- Kanal-Straße ins Rechtsrheinische und beauftragte den Architekten Gerd Lohmer mit der Planung. Die Bauarbeiten begannen am 9.7.1962. Ein Leserwettbewerb in einer Kölner Zeitung sollte den Namen der Brücke ermitteln. Am 22.2.1963 stimmte der Hauptausschuss der Stadt Köln dem Namen „Zoobrücke“ zu.

26.2.1981 Jürgen Kreutz übernimmt die Gaststätte Monheimer Hof
Zu Weiberfastnacht 1981 übernahm Jürgen Kreutz den Monheimer Hof an der Riehler Str. 231 und organisierte diese seit etwa 1873 bestehende Gaststätte in eine Programmkneipe um. Die altbekannte Gaststätte hieß ursprünglich „Zum deutschen Kaiser“ und diente anfänglich auch als Schulgebäude für die kleineren Schüler aus Riehl, bis die Schule Stammheimer Straße 1889 fertig gestellt wurde. Den Riehlern war aber dieses Lokal als „Monheimer Hof“ geläufig und wurde lange durch Herrn Schäfer geführt, bis dieser 1952 in der Nähe, im Haus 225, ein Hotel errichtete. Bis heute ist das Haus wegen seiner Events, Rock- und Live-Konzerte sehr beliebt. Oder man geht nur hin, um ein leckeres Kölsch zu trinken, prima zu essen und um Freunde zu treffen.


Januar 2012
Ein Blick in die Riehler Geschichte

Eisschollen auf dem Rhein am 25.1.1963
Am 25.1.1963 trieben in Köln mächtige Eisschollen auf dem Rhein und behinderten den Schiffsverkehr. Die Durchschnittstemperatur lag in diesem Monat mit -5,4°C weit unter den langjährigen Mittelwerten für einen Januar. An einigen Stellen oberhalb von Köln war der Rhein in diesem Winter zugefroren. Einen solchen Eisgang haben wir seitdem auf dem Rhein nicht mehr erlebt, da die Kälteperioden in den folgenden Wintern häufig durch Warmluft unterbrochen wurden und warme Abwässer den Rhein aufheizten.

Ab 1.1.1975 neue Ortsgrenzen in Riehl
Im Jahr 1975 erfolgte in Nordrhein-Westfalen eine kommunale Gebietsreform. Hierbei wurden nicht nur Gemeinden zusammengefasst, sondern auch - wie in Köln - Stadtteile. So entstand zum 1.1.1975 der Stadtbezirk 5, Nippes, der sich aus den Stadtteilen Bilderstöckchen, Longerich, Mauenheim, Niehl, Nippes, Riehl und Weidenpesch mit nunmehr 112.000 Einwohnern zusammenfügte.
Gleichzeitig wurden auch die Grenzen der Stadtteile neu festgelegt. Wenn früher im Norden die Grenze von Riehl bis fast an die Friedrich-Karl-Straße reichte, so wurde nun die Grenze bis zur Gürtelbahn zurückgenommen, sodass die Wohnhäuser der Baugesellschaft „Grund und Boden“ an der Boltensternstraße und die Sportplätze nunmehr zu Niehl gehörten und Riehl mal wieder ein Stück kleiner geworden war.

Die „Riehler Havelmännche“ wurden am 18.1.1981 gegründet
Ursprünglich nannte sich der Verein „De löstige Havelmännche“, als er am 18.1.1981 in der Havelstraße in Chorweiler gegründet wurde. Durch Umzug des Präsidenten nach Riehl verlegte sich der Verein auf den Stadtteil Riehl, konnte bereits 1996 das erste Riehler Dreigestirn stellen und schloss sich den „Riehler Fastelovendsfründe“ (damals noch Riehler Interessengemeinschaft der Karnevalsfreunde - RIK) an.
Ab 2004 nannten sich die Karnevalsfreunde „KG Riehler Havelmännche vun 1981 e.V.“.
Die 40 Vereinsmitglieder treffen sich „us Spass an der Freud“ regelmäßig in dem Stammlokal „Em jemödliche Eck“ und planen ihren Beitrag zur fünften Jahreszeit.

Riehler Interessengemeinschaft e.V. (RIG) ab 1.1.1989
Die RIG nahm als Verein zum 1.1.1989 ihre Arbeit auf, nachdem sich bereits 1986 einige Riehler Geschäftsleute Gedanken gemacht hatten, wie die Werbung und Interessen der Geschäftsleute besser zu vertreten seien. Durch diesen Verein sollte der Vorort über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht und Riehler Bürger sollten angeregt werden, hier zu kaufen und nicht in der Innenstadt oder anderen Stadtteilen ihre Einkäufe zu tätigen.

2012- Was geschah sonst noch in Riehl

Vor 100 Jahren (2012)
Die Straße „Riehler Gürtel“ wird 1912 angelegt. Die „Gürtel“ verbinden die Vororte miteinander und bilden um die linksrheinische Stadt einen Halbkreis, der in Bayenthal beginnt und in Riehl enden sollte. Der Abschnitt zwischen Weidenpesch und Riehl wurde nie gebaut, aber nördlich davon in den 70er Jahren in einer neuen Trasse geplant. Der Riehler Gürtel erstreckt sich von der Pionierstraße bis zur Amsterdamer Straße.

Vor 75 Jahren (1937)
Am 6.11.1937 wird Pfarrer Hans Encke als führendes Mitglied der Bekennenden Kirche von der Gestapo verhaftet. Er war ab 1926 Pfarrer in Riehl und schloss sich nach 1933 der Bekennenden Kirche an, eine Oppositionsbewegung der evangelischen Christen gegen den Versuch einer Gleichschaltung in der Zeit des Nationalsozialismus.

Vor 50 Jahren (1962)
Am 10.6.1962 (Pfingsten) wird der neue Zooeingang der Öffentlichkeit übergeben. Der alte kriegsbeschädigte Eingang, mit seinen markanten Hirschen über dem Tor, musste wegen der geplanten Verbreiterung der Riehler Straße abgerissen werden.

Vor 25 Jahren (1987)
Die St. Engelbertus Schützenbruderschaft Köln-Riehl e.V. feiert am 9.7.1987 ihr 35-jähriges Bestehen. Der Verein wurde 1952 gegründet.

Vor 10 Jahren (2002)
Im Jahr 2002 wird im Zoo nahe dem Eingang die Kleinsäugeranlage (z.B. für Otter, Erdmännchen und Waschbären) eröffnet. Hier finden die Tiere Bedingungen vor, die der freien Wildbahn recht nahe kommen.

Dezember 2011
Ein Blick in die Riehler Geschichte


31.12.1974 - Einsatz der Vizentinerinnen in den Riehler Heimstätten endet
Nach Gründung der Riehler Heimstätten zum 1.11.1927 bat die Stadt Köln die Schwesternschaft der Vizentinerinnen, die Pflege der Bewohner zu übernehmen. Fast 50 Jahre - von 1928 bis 1974 – versorgten die Schwestern die pflegebedürftigen Bewohner. Zeitweilig waren 49 von ihnen im Einsatz. Selbst in der Zeit der kriegsbedingten Evakuierung gingen einige Vizentinerinnen zur Versorgung mit in die Ausweichheime Dassel und Markoldendorf. Am 31.12.1974 ging dieser aufopferungsvolle Einsatz der Vizentinerinnen zu Ende und weltliche Schwestern übernahmen deren pflegerische Tätigkeiten.

28.12.1982 – Kaiser’s schließt seine Filiale in der
Rotterdamer Straße

In den Jahren ab 1957 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahnhofs Nord an der Riehler Straße, Tiergartenstraße und Niederländer Ufer von der Baugesellschaft „Neue Heimat“ ein Wohngebiet mit 930 Wohnungen geschaffen. Da die Bewohner versorgt werden mussten und der Weg bis zum Riehler Einkaufszentrum sehr weit war, wurde die Ansiedlung eines Lebensmittelgeschäftes geplant. Am 15.5.1961 eröffnete die Filiale der Firma Kaiser’s und versorgte die Bewohner der Siedlung. Offensichtlich war aber die Zweigstelle für Kaiser’s nicht rentabel. So schloss die Niederlassung bereits wieder zum 31.12.1982.
Nun müssen sich die Bewohner in Köln mit Lebensmittel eindecken. Dies ist besonders problematisch, da das Wohngebiet im Jahr 2010 um ein Seniorenwohnheim erweitert wurde.

10.12.1983 - Jugendgästehauses An der Schanz wird eingeweiht
Dieses Haus mit seinen 400 Plätzen grenzte sich damals durch die Namensgebung deutlich ab. Hier war nicht mehr von einer Jugendherberge, sondern einem „Jugendgästehaus“ die Rede. So konnten und können hier auch junge Erwachsene Aufnahme finden. Aber es wurden nicht mehr nur Übernachtungen angeboten. Das Haus diente gleichzeitig als Tagungs- und Fortbildungsstätte. 13 Räume stehen hierfür bereit.
Zwischenzeitlich nahm das Haus aber wieder die geläufige Bezeichnung „Jugendherberge“ an.
Im Mai 2011 wurde nach zweijähriger Bauzeit das Haus auf 508 Betten aufgestockt.

November 2011
Ein Blick in die Riehler Geschichte


27.11.1961 - Der zweite Bauabschnitt der Schule Brehmstraße wird fertiggestellt
Bereits in den 1950er Jahren platzte die evangelische Volksschule Stammheimer Straße 101 aus allen Nähten. Die Bevölkerung Riehls war erheblich angewachsen und durch die Flüchtlinge und Heimatvertriebenen hatte die Anzahl der evangelischen Kinder deutlich zugenommen.
So beschloss der Rat der Stadt Köln einen Schulneubau an der Brehmstraße. Am 1.4.1959 konnten die ersten zehn Klassen bezogen werden und am 27.11.1961 wurde der zweite Bauabschnitt eingeweiht.
Zum 1.8.1968 wurde die Schule wegen eines neuen Schulgesetzes in eine Hauptschule umgewandelt. Seit August 2010 firmiert unter der Anschrift Brehmstr. 2 die Gesamtschule Nippes – Sekundarstufe I und II, die Weihnachten 2012 nach Longerich umgezogen ist.

22.11.1966  - Die Zoobrücke wird eingeweiht
1962 beschloss der Rat der Stadt Köln den Bau einer „Nord“-Brücke. Der Architekt Gerd Lohmer wurde mit der Planung betraut. Die Bauarbeiten begannen am 9.7.1962. Durch einen Leserwettbewerb des Kölner Stadt-Anzeigers erhielt das Bauwerk den Namen „Zoobrücke“.
Bereits am 22.11.1966 konnte die Stahlbrücke eingeweiht werden, die den Rhein in einer Länge von 597 Metern und einer Breite von 33 Metern überspannt. Sie bildete die Verlängerung der Inneren Kanalstraße mit einer Anbindung an die rechtsrheinische Autobahn.

8.11.1983 - Gedenktafel für Kardinal Frings gestiftet
Der Heimatverein Alt-Köln überreichte am 8.11.1983 der Kirche St. Engelbert eine Gedenktafel, die an der Kanzel angebracht werden sollte, auf der Kardinal Frings am 31.12.1946 in seiner denkwürdigen Predigt die Worte sagte: „Wir leben in Zeiten, da in der Not auch der Einzelne das wird nehmen dürfen, was er zur Erhaltung seines Lebens und seiner Gesundheit notwendig hat, wenn er es auf andere Weise, durch seine Arbeit oder durch Bitten nicht erlangen kann.“ Aus dieser ernsten Ansprache leiteten die Kölner sehr großzügig den Begriff „fringsen“ ab, wenn es ums „Klütten Klauen“ ging.

Oktober 2011
Ein Blick in die Riehler Geschichte



23.10.1962 - Der alte Zooeingang wird abgebrochen
Der zweite Zooeingang seit Gründung des Tierparks 1860, der am 23.6.1865 errichtet wurde - so berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger am 23.10.1962 - wurde wegen der Verbreiterung der Riehler Straße abgebrochen.
Durch Kriegseinwirkungen war das linke Torhaus beschädigt und einer der Hirsche zerstört worden. Der zweite nicht so stark beschädigte Hirsch wurde restauriert und hat nun einen würdigen Platz neben der Gastronomie im Zoo gefunden.
Der ehemals repräsentative Zooeingang wurde durch das heutige funktionale Gebäude ersetzt.

9.10.1966 - Arnold Schwarzenegger erhielt in der Flora den ersehnten Titel
42 Muskelmänner aus Italien, Österreich, Holland und der Bundesrepublik rangen im Oktober 1966 bei flotten Rumbarhythmen um einen Ehrentitel in der Flora. Es ging um den „bestgebauten Athleten“. Das Rennen machte der damals 19-jährige Arnold Schwarzenegger, der spätere Gouverneur von Kalifornien. Er erhielt den begehrten Titel.

9.10.1985 - Schimpanse Petermann wird erschossen
Als der beliebte Affe und Fernsehstar „Petermann“ in die Geschlechtsreife kam, traten Verhaltensstörungen auf, da er in der Vergangenheit nicht artgerecht gehalten worden war. Petermann wurde aggressiv. Bei einem Ausbruchsversuch verletzte er den damaligen Zoodirektor Gunther Nogge schwer, so dass die Polizei das Kulttier aus dem Kölner Zoo erschießen musste.

September 2011
Ein Blick in die Riehler Geschichte

8.9.1961 - Weihe der Orgel der St. Anna Kirche in den
Riehler Heimstätten

Da die katholische Kapelle in den Riehler Heimstätten im Krieg zerstört wurde, musste eine neue Kirche für die Bewohner erbaut werden. Am 27.5.1959 erfolgte die Einweihung der St. Anna Kirche. Am Festtag Mariä Geburt am 8.9.1961 konnte dann auch die neue Orgel geweiht werden, die die Firma Willi Peter in Köln Mülheim mit elf Registern, verteilt auf zwei Manuale und ein Pedal, gebaut hatte. Der Domorganist Professor Zimmermann spielte bei der Weihe auf der Orgel.

15.9.1971 - Einweihung des Karl-Immanuel-Küpper-Stiftes
Der Karl-Immanuel-Küpper-Stift musste seinen angestammten Platz in Lindenthal wegen des geplanten Ausbaus der Kölner Universität aufgeben. In Riehl wurde ein geeigneter Platz an der Boltensternstraße 45 - 47 für einen Neubau gefunden. Auf diesem Gelände stand vor dem Krieg das Stahlwerk Ostermann & Flüs, das Schiffspropeller herstellte. Am 15.9.1971 fand die offizielle Einweihungsfeier statt. 100 Kinder zogen von dem Altbau in Lindenthal in die neuen Gebäude ein.

27.9.1976 - Eröffnung des Altenkrankenheimes P 8 in den Riehler Heimstätten
Einige der alten Kasernenbauten der Riehler Heimstätten waren im Krieg zerstört worden, andere waren auch mit einem Umbau nicht für die Zwecke einer modernen Altenpflege herzurichten.
Bereits am 10.7.1969 beschloss der Rat der Stadt Köln die Errichtung eines Altenkrankenheimes in den Riehler Heimstätten, da die Nachfrage nach Pflegeplätzen in Köln enorm hoch war. Nach vielen Planungsschritten wurde 1972 mit dem Bau begonnen und das Haus konnte am 27.9.1976 mit 240 Plätzen bezogen werden. Das Altenkrankenheim verfügte außerdem über eine ärztliche Abteilung, Beschäftigungstherapie, Physiotherapie und Bewegungsbad. So wurde es der umfassenden Pflege und medizinischen Betreuung der Bewohner gerecht.

August 2011
Ein Blick in die Riehler Geschichte

22.8.1965 - Koreanische Pflegekräfte kommen in die
Riehler Heimstätten

In den Zeiten der Vollbeschäftigung fehlten insbesondere in der Pflege Fachkräfte zur Versorgung der Bewohner. In Korea wurden interessierte junge Frauen angeworben, die erste Gruppe traf am 22.8.1965 in Köln ein. Diese Kräfte wurden in der heimeigenen Schule der Riehler Heimstätten ausgebildet und einige von Ihnen leben heute noch in Riehl. Die koreanischen Pflegekräfte waren im Bild von Riehl ein fester Bestandteil. Besonders fielen Sie auf, wenn Sie sich bei besonderen Anlässen in Ihrer Nationaltracht zeigten.

26.8.1966 - Rheinseilbahn wird nach dem Wiederaufbau dem Verkehr übergeben
Am 3.9.1963 stellte die 1957 erbaute Rheinseilbahn wegen des Baus der Zoobrücke den Betrieb ein und wurde demontiert. Zunächst war fraglich, ob die zur Bundesgartenschau erbaute Seilbahn je wieder errichtet werden sollte. Am 23.7.1964 beschließt aber der Rat der Stadt Köln die Wiederinbetriebnahme und am 26.8.1966 konnte die beliebte Seilbahn nach einer Verlängerung auf 935 m mit über 40 Kabinen wieder dem Verkehr übergeben werden.
Sie querte nun nicht nur den Rhein, sondern auch die Zoobrücke.

1.8.1973 - Erste Mieter ziehen in das Colonia-Hochhaus ein
Von 1970 bis 1973 wurde das Colonia-Hochhaus, An der Schanz 2, durch den Architekten Busch errichtet. Am 20.10.1972 konnte das Richtfest des 137,5 m hohen Hauses mit 46 Stockwerken und 352 Wohnungen gefeiert werden. Es bildete einen markanten Punkt in der Skyline von Köln.
Am 1.8.1973 konnten die ersten Mieter einziehen und den herrlichen Blick über den Rhein, Köln und den Zoo genießen. Trotz der AXA-Werbung auf dem Dach des Hauses steht über dem Hauseingang immer noch „Coloniahaus“.

Juli 2011
Ein Blick in die Riehler Geschichte

1. Juli 1960 - Richtfest am Kinderkrankenhaus
Am 29.7.1959 wurde an der Amsterdamer Straße 59 mit den Bauarbeiten für das Kinderkrankenhaus begonnen und am 1.7.1960 konnte das Richtfest gefeiert werden. Die Klinik wurde am 7.3.1963 festlich eingeweiht und verfügt z. Zt. über 249 Bettenplätze. Darüber hinaus wird eine teilstationäre Betreuung angeboten und es gibt eine Tagesklinik. Die Einrichtung gehört zu den Städtischen Kliniken und ist gleichzeitig Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln.
Am 16.4.2009 wurde auf dem Gelände das spendenfinanzierte Elternhaus (Ronald McDonald-Haus) eingeweiht. Hier können die Eltern während der Behandlung der Kinder übernachten.

9. Juli 1962 - Baubeginn an der Zoobrücke
1962 beschloss der Rat der Stadt Köln den Bau einer „Nord“-Brücke. Der Architekt Gerd Lohmer wurde mit der Planung betraut. Die Bauarbeiten begannen am 9.7.1962. Durch einen Leserwettbewerb erhielt die Brücke den Namen „Zoobrücke“.
Bereits am 22.11.1966 konnte die Stahlbrücke eingeweiht werden. Sie überspannt den Rhein in einer Länge von 597 Metern und einer Breite von 33 Metern. Sie bildet die Verlängerung der Inneren Kanalstraße mit einer Anbindung an die rechtsrheinische Autobahn.

Juli 1963 - Baubeginn an der Stephanuskirche in der Brehmstraße
1959 wurde das Grundstück Brehmstr. 6 von der evangelischen Gemeinde erworben. Nach schwierigen Ausschreibungen erhielten die Eheleute Winter-Bracher als Architekten den Bauauftrag. Die eindrucksvolle künstlerische Verglasung fertigte Lothar Quinte.
Im Juli 1963 begannen die Bauarbeiten und im 12.12.1965 wurde die Kirche geweiht.

2011- Was geschah sonst noch in Riehl

Vor 100 Jahren (1911)
Der 1893 gegründete Wanderverein „Frohsinn-Einigkeit“ schließt sich 1911 mit „Preußen 1906“ zusammen und trägt nun den Namen „Sportvereinigung 1893“.
1933 erhält der Verein einen neuen Sportplatz an der Mülheimer Brücke, der aber wegen des Ausbaus des Niehler Hafens 1968 an den Kuhweg / Molenkopf verlegt werden musste.
Neben dem Fußball bietet der Verein auch Handball an. Es werden nicht nur die Jugendlichen im Verein gefördert, Damen- und Seniorenriegen runden das Programm ab.

vor 75 Jahren (1936)
1893/94 wurde an der Barbarastraße die Kaserne für das Artillerieregiment 59 gebaut und 1899 um die Fischerkaserne (Teile hiervon stehen heute noch) erweitert.
Nach dem 1. Weltkrieg stand die Kaserne leer und wurde durch die englischen Besatzungssoldaten belegt. Nach deren Abzug im Januar 1926 stand die Kaserne wieder leer und wurde nun als Notunterkunft genutzt, die Wirtschaftsgebäude wurden der Kleinindustrie und dem Handwerk angeboten.
Nach der Entscheidung der Reichsregierung sollten trotz gegenteiliger Vereinbarungen im Versailler Vertrag die Rheinlande wieder militarisiert werden. 1936 bezog das Artillerieregiment 52 die Kaserne an der Barbarastraße.

vor 50 Jahren (1961)
Am 26.4.1961 öffnete der Großmarkt in einem Neubau seine Pforten in der Barbarastraße 69. Die Lage ist sehr verkehrsgünstig, da der Autobahnring, andere Ausfallstraßen und die Innenstadt gut erreichbar sind. Der Parkplatz am Gebäude ist großzügig angelegt und bietet für Lieferfahrzeuge genügend Raum.
Ca. 70 Großhändler aus dem Kölner Raum, aber auch aus Holland, bieten seither werktäglich von 6.00 bis 9.00 Uhr Schnittblumen, Topfpflanzen, Beet- und Balkonpflanzen sowie Zubehör und Floristenbedarf für Händler und Gärtner an.

vor 25 Jahren (1986)
1986 begann die Sanierung der Flora. Noch immer waren bis dahin Kriegsschäden zu sehen. So wurden u.a. die Kaskade erneuert, Vasen und Skulpturen nach ursprünglichen Vorlagen gefertigt und das Gartenparterre alten Vorlagen angeglichen.

vor 10 Jahren (2001)
Am 1.9. 2001 wird die Synagoge im Tiefgeschoss der Kreuzkapelle, Stammheimer Str. 22, eröffnet.
Seit dem 1.9.2001 hat die liberale jüdische Gemeinde „Gescher LaMassoret (Brücke zur Tradition)“ im Souterrain der Kreuzkapelle ihren Sitz. Zwei Räume werden insbesondere freitags und samstags für Gottesdienste, gemeinsames Essen und das Gemeindeleben genutzt.