(Fast) alles über dein Riehl

Jochen May – Apotheker, Schlagzeuger, Künstler und Galerist
Im Internat begann die künstlerische Karriere von Jochen May. Mit 16 wünschte er sich zu Weihnachten eigene Drums und spielte in der Schülerband. Als 18-jähriger begann er zu malen. Er war zu der Zeit vom Kubismus begeistert, heute ordnet er seinen Stil als „abstrakt-expressionistisch“ ein. Ende der 60er-Jahre beginnt der „Ernst des Lebens“ für den Apothekersohn. Er heiratet mit 20 und beginnt nach einem Praktikum in der Apotheke seines Vaters mit 25 Jahren das Studium der Pharmazie.

1981 übernimmt er die elterliche Apotheke am Zoo, die sein Vater 1952 pachtete, damals noch in der Stammheimer Straße 73. Auch wenn er mittlerweile im Agnesviertel wohnt, verbindet ihn viel mit Riehl. Hier ist er aufgewachsen und in die Schule gegangen, hier war er lange in der Kirchengemeinde St. Engelbert engagiert und hat all die kleinen und großen Veränderungen im Veedel miterlebt.

„Als ich 50 war, bekam ich einen Anruf von zwei alten Schulfreunden, ob ich nicht wieder Lust hätte, Musik zu machen“, erinnert sich May. Seitdem gibt es die Band „Sideeffects“, was soviel bedeutet wie Nebenwirkungen. Außer dem Apotheker spielen unter anderem auch zwei Ärzte mit, was die Namensgebung erklärt. „Wir treten hauptsächlich bei privaten Geburtstagen und Feiern auf, haben aber auch schon bei Körner’s in den 1. Mai gerockt und im Basement unter der Christuskirche gespielt“, erzählt der dreifache Großvater.

 
 

Nicht genug der Leidenschaften, ist der 62-jährige auch begeistert von Trekkingtouren: „2009 habe ich einen 6000er in Peru bestiegen und im Himalaja war ich auch schon zwei Mal.“ 2010 war er auf Trekkingtour in Äthiopien im Semien-Gebirge, um das Land kennenzulernen für das er sich in dem Hilfsprojekt „Straßenmütter“ engagiert (www.africachild.de).

In diesem Jahr (2011) leitet er das Unternehmen seit 30 Jahren, im nächsten Jahr (2012) am 27. Mai kann die Apotheke ihren 85. Geburtstag feiern und ist dann seit 60 Jahren im Familienbesitz.