(Fast) alles über dein Riehl

Gerd Esser und Shila – Der Falkner und sein Harris Hawk
Shila, der Wüstenbussard – auch Harris Hawk genannt, ist in genau dem Jahr (2000) im Wildpark Hellenthal ausgebrütet worden, als der Riehler „Jung“ Gerd Esser seine Falknerprüfung bestand. Zehn Jahre später führte das Schicksal sie in Rösrath zusammen. Dort, in den Volieren der Bergischen Greifvogelhilfe, lebt Shila seit einem Jahr. Gerd Esser und der Mitbesitzer Dirk Sindhu sind stolz auf ihren Harris Hawk: „Sie ist total entspannt und macht keinen Stress.“ Nur wenn mittelgroße dunkle Hunde in ihr Blickfeld geraten, ist Schluss mit relaxed. „In ihrer Heimat im südlichen Nordamerika bis runter nach Chile sind Kojoten die natürlichen Feinde dieser Greifvögel, mit denen haben einige Hunde halt Ähnlichkeit,“ erklärt Esser. 
 


Weil Shila so sozial verträglich ist, begleitet sie ihre Falkner auch oft bei der Öffentlichkeitsarbeit für die Greifvogelhilfe und ist ein Highlight im Angebot von Yvonne Nienhaus. Die Diplom-Biologin gründete im vergangenen Jahr „go nature – tierisch was erleben“, eine Agentur für hautnahe Tiererlebnisse mit Schlangen, Spinnen, Fledermäusen und seit kurzem auch mit Shila. Gerd Esser und der Wüstenbussard begleiten die Tierexpertin bei ihren Auftritten in Kitas, Schulen und Privathaushalten. Ohne Scheu oder Aggressionen fliegt Shila von einer zur anderen Hand, um sich ihr Futter abzuholen.

Bald, so hofft Esser, bekommt Shila einen Artgenossen als Gefährten. Nur, räumt er ein, ist die Finanzierung des Hilfeprojekts für Greifvögel immer ein Kraftakt. Da wollen mehr als dreißig hungrige Schnäbel gefüttert, der kranke Uhu zum Tierarzt gefahren und eine neue Voliere für das gefundene, verlassene Eulenbaby gebaut werden. „Wir sind für jede kleine Spende dankbar,“ sagt der Riehler Falkner, den einige sicher schon bei der nachmittäglichen Flugshow im Zoo kennen gelernt haben.

Kontakt zur Bergischen Greifvogelhilfe: dsindhu (at) web.de
Kontakt zu Yvonne Nienhaus: www.tierisch-was-erleben.de